Empfang für ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - Berlin und Steglitz-Zehlendorf sagen: Dankeschön!

Pressemitteilung vom 18.03.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, und die Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Carolina Böhm, werden am Mittwoch, den 20. März 2019, um 15 Uhr im Säulensaal des Berliner Rathauses auf einem Empfang das Engagement der Berliner Einzelvormünder ehren (Wort-Bild-Termin).

Michael Müller: „Im Oktober 2015 erschien ein Aufruf in den Berliner Medien. Ehrenamtliche Vormünder wurden gesucht, um die Interessen minderjähriger Geflüchteter in Berlin zu vertreten. Spontan meldeten sich über 700 Berlinerinnen und Berliner, um diese Aufgabe zu übernehmen. Das war und ist überwältigend, denn die Aufgabe ist sehr anspruchsvoll. Diese wurde seither kontinuierlich und verlässlich von vielen Berlinerinnen und Berlinern übernommen. Es ist an der Zeit, dafür öffentlich Dank zu sagen.“

Finanziert wurde diese Kooperation in erster Linie durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie, insbesondere für die wissenschaftliche Begleitung und Qualitätsentwicklung, durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Sandra Scheeres: „Die ehrenamtlichen Vormünder haben einen außergewöhnlichen Beitrag zur Integration junger Geflüchteter in unsere Gesellschaft geleistet und dabei Herz und Zivilcourage bewiesen. Sie haben jungen Menschen in Not Empathie, Hilfe und Zuversicht geschenkt. Wenn ihre Schützlinge volljährig werden, setzen viele Vormünder ihr Engagement im Rahmen einer Patenschaft fort. Das Netzwerk Vormundschaft steht dabei kompetent und tatkräftig zur Seite. Auch dies ist eine besondere Danksagung wert.“

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf haben in diesen Jahren als Kooperationspartner ein bundesweit gelobtes Modellverfahren entwickelt, das „Netzwerk Vormundschaft“. Unterstützt und getragen durch drei große Träger wurden Einzelvormünder ausgewählt, geschult, fachlich begleitet und durch fortlaufende Schulungen für ihre Tätigkeit umfänglich ausgebildet.

Carolina Böhm: „Jugendämter tragen in der Bundesrepublik Deutschland eine besondere Verantwortung. Sie sind die Wächter des Staates über das Wohlergehen aller Kinder und Jugendlichen. Aus dieser Verantwortung heraus hat das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf gehandelt und das Netzwerk Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete ins Leben gerufen. Ich bedanke mich bei den Mitarbeitenden und freue mich, dass Berlin auf diese Weise bundesweit anerkannte gute Praxis entwickelt hat.”