Personalpolitisches Aktionsprogramm 2017/18: Maßnahmen zum ganzheitlichen und strategischen Personalmanagement greifen

Pressemitteilung vom 26.02.2019

Aus der Sitzung des Senats am 26. Februar 2019:

Der Senat verfolgt das Ziel eines ganzheitlichen und strategischen Personalmanagements. Das Personalpolitische Aktionsprogramm gibt halbjährlich Auskunft über die erreichten Etappen. Der aktuelle Bericht, der für das zweite Halbjahr 2018 weitere wichtige Erfolge belegt, wurde heute vom Senat auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz beschlossen Der Bericht wird dem Abgeordnetenhaus nun zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Das Personalpolitische Aktionsprogramm 2017/18 legte die Schwerpunkte für die Entwicklung eines modernen Personalmanagements in der Hauptverwaltung und den Bezirken fest. Diese sollen gewährleisten, dass der Landesverwaltungsdienst auch künftig modern, leistungsfähig und attraktiv bleibt. Wesentlicher Bestandteil ist neben dem Personalmarketing, dem Wissens- und Gesundheitsmanagement, der Personalbildung sowie der Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auch die Reform des Dienstrechts.

Finanzsenator Dr. Kollatz: „Der aktuelle Bericht zeigt, dass unsere personalpolitischen Maßnahmen greifen. Die Entscheidung für ein Personalpolitisches Aktionsprogramm war richtig und wichtig. Richtig, weil die Leistungsfähigkeit der Verwaltung deutlich gesteigert wurde. Wichtig, weil die wachsende Stadt uns vor große personelle Herausforderungen stellt und wir eine effektive Verwaltungsarbeit dauerhaft gewährleiten müssen. Hierzu trägt das Personalpolitische Aktionsprogramm maßgeblich bei.“

Wie aus dem aktuellen Bericht hervorgeht, nutzen bereits sieben Senatsverwaltungen, neun nachgeordnete Einrichtungen und alle Bezirke mittlerweile das E-Recruiting. Zugleich wurde die Ausführungsvorschrift für Stellenausschreibungen neu gefasst. Dadurch konnte die durchschnittliche Verfahrensdauer von Stellenbesetzungsverfahren auf mittlerweile knapp unter vier Monate gesenkt werden. Mehrere Dienststellen erzielen bereits Durchschnittswerte von drei Monaten. Das ist die erklärte Zielgröße des Senats.

Weitere Schwerpunkte bilden das Personalmarketing, die Personalbildung und das Personalmanagement. Die Anzahl gemeinsamer Marketingmaßnahmen auf Messen oder Qualifizierungsprogrammen für Quereinsteigerinnen und -einsteiger im Personalservice des Landesverwaltungsamtes ist 2018 deutlich gestiegen. Die Höhe der Ausbildungsmittel wurde gegenüber 2017 um 16 Mio. Euro auf 156 Mio. Euro gesteigert. Damit wurden die Mittel zu 99 Prozent ausgeschöpft. Außerdem sind mit den Bezirken Zielvereinbarungen getroffen worden, damit diese die Personalmittel eigenverantwortlich einsetzen können. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe Ressourcensteuerung der Senatsverwaltung für Finanzen mit den Bezirken übernimmt hierbei die Funktion des Lenkungs- und Steuerungsgremiums.

Wichtig für die Personalbindung sind vor allem die Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, die Reform des Dienstrechts und die Verbesserung der Bezahlungsstruktur. Beispielsweise wurden die Verhandlungen zu einer landesweiten Rahmendienstvereinbarung Telearbeit erfolgreich abgeschlossen. Die Wiedereinführung des Vorbereitungsdienstes für den sogenannten mittleren Dienst beschloss der Senat am 23. Oktober 2018. Das betrifft die Laufbahnen des nichttechnischen Verwaltungsdienstes und allgemeinen Justizdienstes. Eine Einigung der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände mit den Gewerkschaften auf Tarifverträge für Auszubildende in betrieblich schulischen Gesundheitsberufen wurde erzielt. Seit Oktober 2018 laufen Verhandlungen der TdL mit den Gewerkschaften zur Weiterentwicklung zur Entgeltordnung. Das weitere Verfahren zu einer Verbesserung der Bezahlungsstruktur für das ärztliche Personal im unmittelbaren Landesdienst wird weiter geprüft. Den Verbesserungsvorschlag der Senatsverwaltung für Finanzen hatte der Hauptpersonalrat bisher abgelehnt.