Chebli stellt Handlungsempfehlungen des Arbeitskreises Antisemitismus vor

Pressemitteilung vom 14.12.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

In einer Pressekonferenz im Berliner Rathaus hat Sawsan Chebli, die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales heute gemeinsam mit Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee Berlin Office, Dr. Elke Gryglewski, Stellvertretende Vorsitzende der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Dervis Hizarci, Vorstand der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), Sigmount Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Sergey Lagodinsky, Mitglied der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie Dr. Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, die Handlungsempfehlungen des Arbeitskreises Antisemitismus vorgestellt.

Staatssekretärin Sawsan Chebli: „Antisemitismus ist Gift für unsere Gesellschaft. Wir dürfen nicht zulassen, dass es sich weiter in unserer Demokratie ausbreitet. Eine klare Haltung ist ebenso gefragt wie wirksame Gegenmaßnahmen. Ich bin daher froh, dass es gelungen ist, ausgewiesene Experten für den Arbeitskreis gegen Antisemitismus zu gewinnen. Im Laufe des Jahres haben sie Handlungsempfehlungen erarbeitet. Davon erhoffe ich mir dreierlei: eine größere öffentliche Aufmerksamkeit für das Problem, Ermutigung für die in der Prävention Engagierten und vor allem ein klares Zeichen an die Betroffenen, dass wir an ihrer Seite stehen und es nicht zulassen, dass weggeschaut wird und sich Antisemitismus als alltägliche Erscheinung Bahn bricht.“

Laut einer Umfrage der Europäischen Agentur für Grundrechte in zwölf EU-Staaten hat für neun von zehn Juden in Europa der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. In Deutschland gaben so viele Befragten wie in keinem anderen Land an, antisemitisch belästigt worden zu sein. Auch in Berlin ist es immer wieder zu erschütternden Vorfällen gekommen.

Um angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen mit einigen erfahrenen Akteuren, die sich seit vielen Jahren dem Kampf gegen Antisemitismus widmen, über Handlungsmöglichkeiten zu beraten, hatte Staatssekretärin Sawsan Chebli vor einem Jahr den Berliner Arbeitskreis gegen Antisemitismus ins Leben gerufen, dessen Handlungsempfehlungen jetzt vorliegen.

Handlungsempfehlungen 14. Dezember 2018

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