Einladung zur Pressekonferenz mit Staatssekretärin Chebli: Arbeitskreis gegen Antisemitismus stellt Handlungsempfehlungen vor

Pressemitteilung vom 12.12.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Laut einer Umfrage der Europäischen Agentur für Grundrechte in zwölf EU-Staaten hat für neun von zehn Juden in Europa der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. In Deutschland gaben so viele Befragten wie in keinem anderen Land an, antisemitisch belästigt worden zu sein. Auch in Berlin ist es immer wieder zu erschütternden Vorfällen gekommen.

Um angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen mit einigen erfahrenen Akteuren, die sich seit vielen Jahren dem Kampf gegen Antisemitismus widmen, über Handlungsmöglichkeiten zu beraten, hat Staatssekretärin Sawsan Chebli vor einem Jahr den Berliner Arbeitskreis gegen Antisemitismus ins Leben gerufen. Jetzt liegen seine Handlungsempfehlungen vor.

Die Senatskanzlei lädt aus diesem Anlass zu einer Pressekonferenz ein, bei der Mitglieder des Arbeitskreises ihre Empfehlungen zusammen mit Staatssekretärin Chebli erläutern werden. Die Pressekonferenz findet am Freitag, 14. Dezember 2018, um 11 Uhr im Raum 319 des Roten Rathauses statt.

Staatssekretärin Sawsan Chebli: „Antisemitismus ist Gift für unsere Gesellschaft. Wir dürfen nicht zulassen, dass es sich weiter in unserer Demokratie ausbreitet. Eine klare Haltung ist ebenso gefragt wie wirksame Gegenmaßnahmen. Ich bin daher froh, dass es gelungen ist, ausgewiesene Experten für den Arbeitskreis gegen Antisemitismus zu gewinnen. Im Laufe des Jahres haben sie Handlungsempfehlungen erarbeitet. Davon erhoffe ich mir dreierlei: eine größere öffentliche Aufmerksamkeit für das Problem, Ermutigung für die in der Prävention Engagierten und vor allem ein klares Zeichen an die Betroffenen, dass wir an ihrer Seite stehen und es nicht zulassen, dass weggeschaut wird und sich Antisemitismus als alltägliche Erscheinung Bahn bricht.“

Hinweis an die Medien: Um Anmeldung unter presse-information@senatskanzlei.berlin.de bis zum 13. Dezember 2018, 16 Uhr, wird gebeten.