Ausbau des Instituts für Schulqualität

Pressemitteilung vom 11.12.2018

Aus der Sitzung des Senats am 11. Dezember 2018:

Der Senat hat eine Anhebung der Zuwendungsobergrenze von zuvor 1.300.000 € auf 1.900.000 € für das Institut für Schulqualität (ISQ) beschlossen und damit dem Entwurf des Abkommens zur Änderung des Verwaltungsabkommens zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg über die Gründung des Vereins „Institut für Schulqualität e.V.“ vom 13. Dezember 2005 zugestimmt. Die Beschlussfassung erfolgte auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres.

Senatorin Scheeres: „Mit der Erhöhung der Zuwendungsobergrenze bauen wir die notwendigen Dienstleistungen des Instituts für Schulqualität für die Schulaufsicht und die Schulen aus, um insbesondere über das ISQ-Portal weitere unterstützende Werkzeuge zur Schul- und Unterrichtsentwicklung zur Verfügung zu stellen.“

Das ISQ verfolgt das Ziel, die Schulqualität wissenschaftlich fundiert zu sichern und zu verbessern. Es unterstützt die Lehrkräfte, die Schulleitungen und die Schulverwaltungen mit Werkzeugen zur datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung. Arbeitsschwerpunkte bilden diagnostische Tests und Vergleichsarbeiten, Unterstützung schulischer Evaluationen, Bildungsmonitoring und Bildungsberichterstattung, Koordination der Durchführung von Schulleistungsuntersuchungen sowie die Überprüfung des Umsetzungsgrades der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK).

Neben dem Aufwuchs der Personalkosten ist die Erhöhung der Zuwendungsobergrenze durch eine Reihe von Vorhaben erforderlich, die auch auf KMK-Beschlüsse (z.B. Vereinbarung zur Weiterentwicklung von VERA) zurückgehen. Hierzu zählen die Digitalisierung einschließlich des Online-Testens und die Entwicklung von Online-Informa¬tions¬sys¬temen, d.h. die

  • technische Weiterentwicklung des Aufgabenbrowsers für flexibles Testen,
  • Integration einer Online-Testumgebung,
  • technische Weiterentwicklung der Generierung von Rückmeldungen (flexibles Testen),
  • fortlaufende Erweiterung des Aufgabenbestandes.

Ferner zählen dazu die datengestützte Unterrichts- und Schulentwicklung, insbesondere Vorhaben des Wissenstransfers wie die Entwicklung von Lernsimulationen.

Getragen wird das Institut durch die Senatsverwaltung für Bildung des Landes Berlin, das Ministerium für Bildung des Landes Brandenburg, die Freie Universität Berlin, die Universität Potsdam und jeweils einem Mitglied vom Landesschulbeirat Berlin, dem Landesschulbeirat Brandenburg und der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg.

Das Land Berlin trägt einen Finanzierungsanteil von 60 Prozent.