Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf: Bericht zieht positives Fazit

Pressemitteilung vom 27.11.2018

Aus der Sitzung des Senats am 27. November 2018:

Für den Arbeitgeber Land Berlin ist die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ein zentraler Baustein der Personalpolitik. Die Entwicklung in diesem Bereich verläuft positiv. Das geht aus dem Zwischenbericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz beschlossen hat.

Familienfreundlichkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Sie wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit der Beschäftigten aus. Darüber besteht auch in den Dienststellen der Berliner Verwaltung Einigkeit. Zwar unterscheiden sich die jeweils bereits ergriffenen Maßnahmen, sie zielen jedoch alle darauf ab, verlässliche Strukturen für die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu etablieren, diese zu erhalten oder weiter zu verbessern. Während einige Dienststellen bereits ein entsprechendes Zertifikat führen, hauptsächlich der berufundfamilie Service GmbH, planen andere eine Zertifizierung oder bieten bereits Orientierung mit Hilfe von Leitbildern oder Leitlinien. Diejenigen Dienststellen, die noch keine externe Zertifizierung durchlaufen haben, sind ebenfalls aktiv und setzen Maßnahmen um. Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allem Teilzeitarbeitsmodelle, Gleitzeitregelungen oder alternierende Telearbeit.

Senator Dr. Kollatz: „Familie und Beruf schließen sich im Berliner Verwaltungsdienst nicht aus. Ganz im Gegenteil. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich ganz maßgeblich an der Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers bemisst. Die Senatsverwaltung für Finanzen ist beispielsweise im Rahmen des Audits berufundfamilie seit August 2011 als familienbewusste Verwaltung zertifiziert. Dieser Verantwortung wollen wir künftig auch behördenübergreifend gerecht werden. Wir werden entsprechende Dienstvereinbarungen für das Land Berlin abschließen, die flächendeckend gelten und den Beschäftigten zahlreiche Möglichkeiten bieten, den Beruf und die Familie zu vereinbaren. Der Zwischenbericht zeigt, welchen hohen Stellenwert das Thema Familienfreundlichkeit für uns hat.“

Die Senatsverwaltung für Finanzen ist bestrebt, landeseinheitliche Standards zu schaffen. In einem ersten Schritt wurden rahmengebende Handlungsfelder wie die Arbeitszeit, der Arbeitsort oder die Arbeitsorganisation definiert. Gestützt werden diese Handlungsfelder durch ein breites Angebot an praktikablen Regelungen. Entscheidend dafür, dass die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf tatsächlich gelingt und Bestandteil des gelebten beruflichen Alltags wird, sind vor allem weiche Faktoren, beispielsweise das Verhalten von Führungskräften. Ziel ist es, dass Führungskräfte als Vorbild fungieren und damit die Akzeptanz fördern. 2019 sollen in Absprache mit den Dienststellen weitere Handlungsfelder, zum Beispiel die Zahl der‎ zertifizierten Verwaltungen auszuweiten, hinzugefügt werden. Ebenfalls 2019 wird die Einführung eines landeseigenen Zertifikates geprüft.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte in seiner Sitzung am 14. Dezember 2017 beschlossen, dass die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in den Hauptverwaltungen und Bezirken systematisch voranzutreiben ist und hierfür landeseinheitliche Standards zu entwickeln sind. Der Zwischenbericht gibt Auskunft über die bisherigen Fortschritte.