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Verlängerung der Antragsfrist für Leistungen aus der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

Pressemitteilung vom 20.11.2018

Aus der Sitzung des Senats am 20. November 2018:

Die Antragsfrist für Leistungen aus der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ soll bis Ende 2020 verlängert werden. Der Senat hat dazu einer entsprechenden Verwaltungsvereinbarung mit Bund, Ländern und Kirchen zugestimmt. Der Beschluss erfolgte auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach.

Mit der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ haben Bund, Länder und Kirchen ein ergänzendes Hilfesystem für Menschen geschaffen, denen in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Unrecht zugefügt wurde. Das gilt für Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland oder von 1949 bis 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid erfahren haben und heute noch an den Folgen leiden.

In Berlin wurden dafür im Auftrag der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zwei Anlauf- und Beratungsstellen bei der Lebenshilfe gGmbH sowie der EJF gAG eingerichtet. Dort unterstützen Beraterinnen und Berater bei der Aufarbeitung und begleiten das Antragsverfahren. Anspruchsberechtigte können eine einmalige Geldpauschale zur selbstbestimmten Verwendung bzw. als Rentenersatzleistung in Höhe von insgesamt bis zu 14.000 € erhalten. Damit sollen die Folgewirkungen des Erlebten abgemildert und ein Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation geleistet werden. Die ursprünglich auf den 31. Dezember 2019 festgelegte Anmeldefrist soll nun bis zum 31. Dezember 2020 verlängert werden.

Senatorin Breitenbach: „Wir wollen die Frist zu Antragstellung verlängern, damit noch mehr Menschen von diesem Unterstützungsangebot Gebrauch machen können. Durch die gesellschaftliche Aufarbeitung und die individuelle Anerkennung des erlittenen Leids können sich für die Betroffenen neue Perspektiven eröffnen. In den Anlauf- und Beratungsstellen erfolgt die Unterstützung respektvoll und unbürokratisch. Mit der verlängerten Antragsfrist bleibt den anspruchsberechtigten Menschen dann noch mehr Zeit, sich für die Beantragung dieser Leistung zu entscheiden.“

Für das erste Halbjahr 2019 plant die Bundesgeschäftsstelle der Stiftung, ihre Öffentlichkeitsarbeit noch zu intensivieren. Weitere Informationen und Kontaktdaten der Berliner Anlauf- und Beratungsstellen:
https://www.berlin.de/sen/soziales/themen/menschen-mit-behinderung/stiftung-anerkennung-und-hilfe/