Krankenhausdatennutzungsverordnung: Daten der Krankenhäuser für sektorenübergreifende Versorgungsfragen verfügbar

Pressemitteilung vom 06.11.2018

Aus der Sitzung des Senats am 6. November 2018:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, die Krankenhausdatennutzungsverordnung erlassen.

Die Krankenhausdatennutzungsverordnung ermöglicht, dass landesbezogene Daten der Krankenhäuser nicht wie bisher nur zum Zwecke der Krankenhausplanung verwendet werden dürfen, sondern dass diese auch für Empfehlungen zu sektorenübergreifenden Versorgungsfragen genutzt werden können, sofern in dem jeweiligen Bundesland ein gemeinsames Landesgremium nach § 90a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch existiert. Sektorenübergreifende Versorgungsfragen betreffen neben den Krankenhäusern auch niedergelassene Ärzte, Zahnärzte sowie sonstige Leistungserbringer.

Die landesbezogenen Daten umfassen dabei sowohl Strukturdaten der Krankenhäuser, beispielsweise Informationen zur Anzahl der vorhandenen Ausbildungsplätze und Auszubildenden, als auch Leistungsdaten, wie Angaben zu Altersstruktur, Behandlungs- und Krankheitsverläufen sowie Behandlungskosten.

In Berlin gibt es das gemeinsame Landesgremium seit 2012. Damit war Berlin das erste Bundesland mit einem solchen Gremium. Nun ist Berlin wieder Vorreiter – diesmal bei der Schaffung von Voraussetzungen für zukünftige Analyse und Empfehlungen zu sektorenübergreifenden Versorgungsfragen durch die Akteure des gemeinsamen Landesgremiums.