Nichttechnischer Verwaltungsdienst und allgemeiner Justizdienst: Senat führt Vorbereitungsdienst im zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 wieder ein

Pressemitteilung vom 23.10.2018

Aus der Sitzung des Senats am Oktober 2018:

Der Vorbereitungsdienst im zweiten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 im nichttechnischen Verwaltungsdienst und allgemeinen Justizdienst soll ab 2019 wiedereingeführt werden. Das hat der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz und Justizsenator Dr. Dirk Behrendt beschlossen.

Mit dem personalpolitischen Aktionsprogramm 2017/18 hat der Senat im Juli 2017 Schwerpunkte für die Entwicklung eines modernen Personalmanagements festgelegt. Ziel des Programms ist es, die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des öffentlichen Dienstes trotz gestiegener Anforderungen künftig zu gewährleisten. Wesentlicher Bestandteil ist neben dem Personalmarketing, dem Wissens- und Gesundheitsmanagement, der Personalbildung oder der Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auch die Reform des Dienstrechts.

Finanzsenator Dr. Kollatz: „Die Verbeamtung im Vorbereitungsdienst ist ein wichtiger Schritt. Damit werden wir den gestiegenen Anforderungen an den nichttechnischen Verwaltungsdienst und allgemeinen Justizdienst noch besser gerecht. Insbesondere in diesen beiden Bereichen hat die Arbeit sich im Zeitalter der Digitalisierung gewandelt. Dieser Wandel wirkte sich auch auf die Organisation der Arbeitsabläufe aus. Die Tätigkeiten und Aufgaben sind größtenteils hoheitlich und bedürfen einer qualifizierten Ausbildung.“

Die beabsichtigte Wiedereinführung des Vorbereitungsdienstes ist aber auch auf den zum Teil erheblichen Engpass bei der Personalgewinnung zurückzuführen. Die Einstellungsbehörden in der Hauptverwaltung und den Bezirksverwaltungen verzeichnen zum Teil deutliche Rückgänge bei der Zahl der Bewerbungen. Im Bereich der Justizverwaltung wird dieser Trend beispielsweise dadurch verstärkt, dass rund 20 bis 25 Prozent der eingestellten Auszubildenden nach der Berufsausbildung nicht dauerhaft an das Land Berlin gebunden werden können. Damit diese rückläufige Entwicklung sich perspektivisch nicht in einem massiven Personalmangel in den betroffenen Verwaltungsbereichen ausdrückt, wird rechtzeitig gegengesteuert.

„Die Wiedereinführung des Vorbereitungsdienstes ist ein starkes personalpolitisches Signal. Damit werden wir die Attraktivität des Landesdienstes deutlich steigern und gleichzeitig sicherstellen, dass die Berliner Verwaltung trotz gestiegener Anforderungen leistungsfähig bleibt. Insbesondere die allgemeine Verwaltung und die Justizverwaltung werden von dieser neuen Regelung profitieren. Denn bei beiden Verwaltungen handelt es sich um große Einstellungsbereiche in diesem Segment. Sie sind für die Rekrutierung von Nachwuchskräften von besonderer Bedeutung. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Vorbereitungsdienst erhebliche Personalzuwächse verzeichnen werden“, so Finanzsenator Kollatz.

Weitere Informationen zum personalpolitischen Aktionsprogramm 2017/18: https://www.berlin.de/sen/finanzen/personal/personalmanagement/personalpolitisches_aktionsprogramm_2017.pdf. Eine Übersicht der Ausbildungsberufe gibt es im Karriereportal: https://www.berlin.de/karriereportal. Eine Übersicht der Ausbildungsberufe gibt es im Karriereportal: https://www.berlin.de/karriereportal.