Besetzungsstand neuer Stellen im Haushaltsjahr 2018: Senat zieht positive Bilanz

Pressemitteilung vom 16.10.2018

Aus der Sitzung des Senats am 16. Oktober 2018:

Die Bilanz der Stellenbesetzungen im laufenden Haushaltsjahr fällt positiv aus. Der Besetzungsstand in der Hauptverwaltung liegt bei rund 75 Prozent, in den Bezirken bei rund 65 Prozent. Das geht aus dem Bericht über den Besetzungsstand der neuen Stellen und Beschäftigungspositionen hervor, den der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz zur Kenntnis genommen hat.

In der Hauptverwaltung sind bereits 2.723 der insgesamt 3.609 geschaffenen Stellen besetzt worden. Stichtag war der 30. Juni dieses Jahres. Den Bezirken wurden insgesamt 2.071 neue Stellen zugesagt. Davon sind zum 1. Juli bereits 1.340 besetzt worden. Dass in der Hauptverwaltung noch nicht alle Stellen besetzt worden sind, liegt auch an Auswahlverfahren, die noch nicht abgeschlossen sind. Hinzu kommen gesperrte Stellen aufgrund organisatorischer Veränderungen. In einer Vielzahl von Fällen steht der Zeitpunkt der Stellenbesetzung aber bereits fest.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz: „Das Ergebnis des Berichts ist positiv. Es zeigt, dass die Verfahren beispielsweise durch zentrale Bewerbungsbüros, e-Recruiting-Verfahren oder Sammelausschreibungen beschleunigt wurden. Die durchschnittliche Dauer lag 2017 landesweit bei knapp vier Monaten. Einige Dienststellen haben es sogar schon innerhalb von etwa drei Monaten geschafft. Das ist unsere Zielgröße. Diese Beschleunigung ist notwendig, um das starke Bevölkerungswachstum Berlins durch Geburtenüberschuss und Zuzüge personell zu unterfüttern. Und das gelingt: In den vergangenen zwölf Monaten ist der Gesamtpersonalbestand bereits um zwei Prozent gewachsen. Wir kompensieren also nicht nur die Abgänge, sondern erhöhen die Stellenzahl auch deutlich.“

Die für die neuen Stellen erforderlichen Ausgaben sind in den entsprechenden Ansätzen für Personalausgaben des Doppelhaushalts 2018/2019 bereits berücksichtigt. Kosten unterjähriger Zusagen für Beschäftigungspositionen werden aus den Personalausgabenansätzen finanziert – bei den Bezirken im Rahmen der Basiskorrektur.

Das Land Berlin ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Rund 120.000 Menschen arbeiten im Verwaltungsdienst. Bis zum Jahr 2024 werden allerdings voraussichtlich 30.667 Beschäftigte aus Altersgründen aus dem Landesdienst ausscheiden. Insbesondere in fachspezifischen Bereichen wie Bauen, Planen und Vermessen sowie Jugend und Soziales besteht großer Handlungsbedarf. Hier liegen die Ausscheidensquoten bei 45 beziehungsweise 40 Prozent bis Ende 2024. So schieden beispielsweise 2017 insgesamt 2.741 Beschäftigte aus Altersgründen aus dem unmittelbaren Landesdienst aus. In diesem Jahr werden weitere 3.771 Beschäftigte in den Ruhestand oder in Rente gehen. Mit den Doppelhaushalten 2016/2017 und 2018/2019 wurde bereits frühzeitig auf diese Personalentwicklung reagiert, um die geschaffenen Stellen und Beschäftigungspositionen in der Hauptverwaltung und den Bezirken zu finanzieren. Außerdem wurden konkrete Maßnahmen zur Gewinnung von Personal ergriffen, um einen leistungsfähigen, serviceorientierten öffentlichen Dienst sicherzustellen. Es gibt insbesondere für Berufe mit Fachkräftemangel ein breites Angebot an dualen Ausbildungen. Außerdem wurden die Ausbildungsbudgets deutlich erhöht.