Beitritt Berlins zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beschlossen

Pressemitteilung vom 02.10.2018

Aus der Sitzung des Senats am 2. Oktober 2018:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, – nach Stellungnahme durch den Rat der Bürgermeister – beschlossen, der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ beizutreten.

Die Charta wurde vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) und dessen Mitgliedern entwickelt. Mit ihrer Unterzeichnung bekennen sich Lokal- und Regionalregierungen Europas formell und öffentlich zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern und die in der Charta niedergelegten Verpflichtungen innerhalb ihres Hoheitsgebietes umzusetzen.

Senatorin Kolat: „Mit der Unterzeichnung der EU-Charta bekräftigt Berlin sein Engagement für Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in einem gesamteuropäischen Rahmen. Alle Berliner Verwaltungen sind beteiligt – das ist ein starkes Zeichen für die Gleichstellungspolitik in Berlin.“

Berlin berücksichtigt in seinem aktuellen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm (GPR III) die Grundsätze der Charta in Bezug auf die

  • Gleichstellung von Frauen und Männern,
  • Bekämpfung vielfältiger Diskriminierungen und Benachteiligungen,
  • ausgewogene Mitwirkung von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen,
  • Beseitigung von Geschlechterstereotypen sowie
  • Einbeziehung der Geschlechterperspektive in Aktivitäten von Lokal- und Regionalregierungen.

Die Weiterführung und Stärkung der Gleichstellungspolitik ist auch in den Richtlinien der Regierungspolitik verankert. Die EU-Charta soll im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm (GPR)“ am 29. November 2018 im Berliner Rathaus unterzeichnet werden.