Digitale Bildung und Medienkompetenz in Berliner Schulen

Pressemitteilung vom 11.09.2018

Aus der Sitzung des Senats am 11. September 2018:

Der Senat von Berlin hat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, den Bericht an das Abgeordnetenhaus über „Digitale Bildung und Medienkompetenz in Berliner Schulen“ beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert, sich auf Bundesebene und in der Kultusministerkonferenz (KMK) für Digitale Bildung und für die Finanzierung durch den „DigitalPakt Schule“ einzusetzen.

Senatorin Scheeres: „Berlin hat wesentliche Punkte aus der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt’ bereits umgesetzt: In den neuen Rahmenlehrplänen, die seit dem Schuljahr 2017/18 in Berlin gelten, wurde das Basiscurriculum Medienbildung fest verankert. Die Medienbildung ist dadurch Bestandteil in jedem Unterrichtsfach. Zudem wurden curriculare Vorgaben für den Ergänzungskurs ‚Digitale Welten’ der Sekundarstufe II erstellt. Der Einsatz digitaler Medien im Unterricht ist bereits fester Bestandteil in der Lehrkräftefort- und
-weiterbildung.“

Mit Verabschiedung der Strategie der KMK „Bildung in der digitalen Welt“ am 8. Dezember 2016 haben sich die Länder auf bundesweite, fächerübergreifende verbindliche Standards zur digital gestützten Bildung geeinigt und diese beschlossen.

Die „Kompetenzen in der digitalen Welt“ – im oben genannten Strategiepapier formuliert – umfassen die nachfolgenden sechs Kompetenzbereiche:

  • Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren,
  • Kommunizieren und Kooperieren,
  • Produzieren und Präsentieren,
  • Schützen und sicher Agieren,
  • Problemlösen und Handeln sowie
  • Analysieren und Reflektieren.

Der „DigitalPakt Schule“ von Bund und Ländern wurde im September 2016 von der damaligen Bundesministerin für Bildung und Forschung mit einer Fördersumme von rund 5 Mrd. € von Bundesseite angekündigt. Die Länder haben sich im Juni 2017 zu den Eckpunkten einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich der Schule („DigitalPakt Schule“) bekannt. Diese Eckpunkte wurden in intensiven Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ausverhandelt. Im August 2018 wurde vom Bund ein Entwurf der Verwaltungsvereinbarung vorgelegt, der von den Ländern aktuell überarbeitet wird. Ein Abschluss ist noch in 2018 geplant.

Für die erste Phase der Lehrkräftebildung (das Studium) plant Berlin, einheitliche landesweite Festlegungen zur digital gestützten Bildung zu treffen. In der zweiten Phase der Lehrkräftebildung (im Vorbereitungsdienst) gehören die digital gestützte Bildung und die Entwicklung von Medienkompetenz bereits zu den Pflichtbestandteilen der Ausbildung. Die digital gestützte Bildung spielt auch im Rahmen der Berufsbegleitenden Weiterbildung eine bedeutende Rolle. Begünstigt wird dies insbesondere durch die innovative Ausstattung des Studienzentrums für Erziehung, Pädagogik und Schule (StEPS). Ein Arbeitsbündnis mit Akteuren aus der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema und dient der Verzahnung und konzeptionellen Verknüpfung.