Senat stimmt Verwaltungsvereinbarung zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes zu

Pressemitteilung vom 04.09.2018

Aus der Sitzung des Senats am 4. September 2018:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller dem Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes zwischen den Ländern und der Filmförderungsanstalt des Bundes zugestimmt. Gleichzeitig wurde der Regierende Bürgermeister zur Unterzeichnung ermächtigt.

Das von Berlin maßgeblich mitentwickelte Förderprogramm soll am 1. Januar 2019 starten und ist auf zehn Jahre ausgelegt. Es beinhaltet eine finanzielle Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen bis zu 10 Mio. € jährlich. Die Mittel bringen die Länder, der Bund und die FFA zu gleichen Teilen auf. Es ist vorgesehen, die Digitalisierung von Filmen in drei Linien zu fördern: nach Auswertungsinteresse, kuratorischem Interesse und konservatorischer Notwendigkeit.

Michael Müller: „Die Rettung und das Zugänglichmachen von analogen Filmen sehe ich als wichtige Aufgabe an, da Filme ein unersetzliches Gedächtnis aller Facetten der deutschen Geschichte und Kultur darstellen.“

Von den großen filmischen Fiktionen bis zum Dokumentarfilm verfügen die Archive und Rechteinhaber über einen Schatz kulturhistorischer Zeitzeugnisse. Viele Filmmaterialien, die nur noch analog vorliegen, drohen aufgrund ihrer Beschaffenheit allerdings unwiederbringlich zu zerfallen. Die Nachfrage nach Digitalisierung überschreitet die bislang hierfür zur Verfügung stehenden Mittel deutlich. Hier setzt das Programm zur Sicherung und Zugänglichmachung des Filmerbes an.