Gemeinsam den Industriestandort Berlin sichern: Müller trifft Betriebsräte und Gewerkschaften

Pressemitteilung vom 21.08.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Auf Einladung der IG Metall, IG BCE und des DGB hat sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller heute wieder zu seinem regelmäßigen Austausch mit den Betriebsräten der großen Berliner Industrieunternehmen getroffen.

Diesmal fand das Treffen bei der MAN Energy Solutions in Tegel statt. Der Regierende Bürgermeister, die Gewerkschafter und die Betriebsräte wurden von der MAN-Werksleitung begrüßt und über das Unternehmen informiert.

Der Ort war von der IG Metall bewusst gewählt worden, da Gewerkschaften und der Regierende Bürgermeister sich Ende 2016 für die Sicherung des Produktionsstandortes eingesetzt haben. So konnte ein großer Teil der Arbeitsplätze in einem ersten Schritt bis Ende 2019 gesichert werden. Im nächsten Jahr soll es weitere Gespräche zur Sicherung des Standortes geben.

Bei dem Treffen spielte der Transformationsprozess hin zum Industriestandort 4.0 eine vorrangige Rolle. Es geht darum, klassische Industrie durch neue technologische Entwicklungen zukunftsfest zu machen.

„Berlin befindet sich in einer guten wirtschaftlichen Lage. Auch der Industriestandort soll davon profitieren. Wissenschaft, Forschung und eine starke Start-Up-Landschaft bilden in Berlin eine hervorragende Grundlage, um auch traditionelle Industriebetriebe zukunfts- und konkurrenzfähig zu machen. Diese starke Innovationskraft Berlins sollten sich die Unternehmen zur Sicherung industrieller Kapazitäten nutzbar machen!“, so der Regierende Bürgermeister und weiter: „Labs, Hubs und Überlegungen für einen neuen Wissenschafts-Campus beweisen, wie viel Innovationskraft Berlin hat. Es lohnt sich, diese Potenziale gemeinsam mit den Beschäftigten zu nutzen, um den wirtschaftlichen Erfolg Berlins zu verstetigen, denn gerade Industriearbeitsplätze sind gute, tarifgebundene Arbeit.“

Und weiter erklärte Michael Müller zur Rolle von Tarifpartnern und Senat: „Gewerkschaften und Betriebsräte haben bereits mehrmals bewiesen, dass sie mit eigenen Konzepten und in ergebnisorientierten Gesprächen zur Sicherung und Schaffung neuer industrieller Arbeitsplätze beitragen. Der Senat wird Arbeitnehmer und Unternehmen dabei weiter engagiert unterstützen. Mit dem neuen – mit Gewerkschaften und Verbänden gemeinsam erarbeiteten – Masterplan Industrie wird dazu vom Senat die richtige Grundlage gelegt.“

„Wir begrüßen das Engagement des Berliner Senats mit Michael Müller an der Spitze, sich aktiv für den Erhalt und die Zukunft der Industriearbeitsplätze in Berlin einzusetzen. Das Tor für Investitionen ist durch Senat, Betriebsräte und Gewerkschaften weit geöffnet. Wir erwarten von den Unternehmensführungen, dass sie durch dieses Tor gehen und in der Bundeshauptstadt in die Zukunft des Industriestandortes Berlin investieren“, erklärt Klaus Abel, erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.

„Die Einkommen in Berlin müssen steigen, sonst wird die Stadt für viele unbezahlbar. Zu den vielen politischen Beiträgen, die dafür notwendig sind, gehört aktive Industriepolitik mit dem Kernziel gut bezahlter wirtschaftlich erfolgreicher Arbeitsplätze. Wir werden nicht müde werden, diesen Zusammenhang nach vorn zu stellen, und wir freuen uns, dass wir hier mit dem Senat und dem Regierenden Bürgermeister so gut an einem Strang ziehen“, erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg.

Rolf Erler, Bezirksleiter Berlin-Mark Brandenburg der IG Bergbau, Chemie, Energie führt ergänzend zum Berliner Pharmastandort aus: „Außer einigen großen Unternehmen der Pharmaindustrie sind auch viele mittelständige und kleine Unternehmen unserer Branchen in Berlin ansässig, die viele hoch qualifizierte und gut vergütete Arbeitsplätze anbieten. Wir erwarten, dass diese Unternehmen zu den Berliner Standorten stehen und dies mit Investitionen dokumentieren. Der Fokus des Regierenden Bürgermeisters und des Senats auf die Industriepolitik ist dafür eine wichtige Voraussetzung und dabei eingebunden zu werden ist für uns sehr viel wert.“