Müller beglückwünscht Artur Brauner zum 100. Geburtstag

Pressemitteilung vom 30.07.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat den Berliner Filmproduzenten Artur Brauner aus Anlass von dessen 100. Geburtstag (1. August 2018) gewürdigt:

„Geboren in Łódź, von den Nationalsozialisten verfolgt und viele Familienangehörige im Holocaust verloren – dass Artur Brauner so sehr mit Berlin verwachsen sein würde, wie es heute der Fall ist, das ist ihm keineswegs vorherbestimmt gewesen. Ganz im Gegenteil: es ist keine Selbstverständlichkeit. Und so sind auch viele Filmprojekte, die er als Produzent auf den Weg gebracht hat, eng mit seinem biografischen Herkommen verbunden. Besonders für diese Filme, die der Erinnerung und der Aufklärung über unsere Geschichte, über die nationalsozialistische Diktatur und über den Massenmord am europäischen Judentum gewidmet sind, sind wir Artur Brauner dankbar. Die ‚Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust‘ Yad Vashem würdigt diesen wichtigen und zentralen Teil des Lebenswerks Brauners mit gutem Grund auf ganz besondere Weise. Diese Filme werden bleiben und auch in alle Zukunft wichtige Zeugnisse historischen Erinnerns sein, wenn uns eines Tages alle Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust verlassen haben werden.“

Müller weiter: „Artur Brauner, den die Berlinerinnen und Berliner ‚Atze‘ nennen, hat sich als Unternehmer und Produzent mit seiner Firma CCC-Film und dem Aufbau der Studios in Haselhorst um die Filmstadt Berlin verdient gemacht. Er hat ein Produzentenleben lang an die Filmmetropole Berlin geglaubt, und er hat der Stadt über alle Höhen und Tiefen der, man darf das angesichts seines hohen Alters so sagen, deutschen Nachkriegsfilmgeschichte die Treue gehalten. Brauner ist einer der Väter der heutigen Filmmetropole Berlin.“

Der Regierende: „Brauner und seine leider im vorigen Jahr verstorbene Frau Maria haben über Jahrzehnte hinweg zu unserer Stadt und ihrem gesellschaftlichen Leben gehört. Dazu hat für die Brauners auch immer karitatives und soziales Engagement gehört. Dafür sind die Berlinerinnen und Berliner dankbar. Artur Brauners Lebensentscheidung für diese Stadt, in der er dann seine Familie gegründet hat, war und ist ein Zeichen dafür, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur Zukunft in unserem Berlin haben. Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag sage ich Artur Brauner im Namen der Bürgerinnen und Bürger sowie des Senats seiner Stadt.“