Regenbogenhauptstadt Berlin feiert 40. Christopher Street Day

Pressemitteilung vom 27.07.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Berlin ist und bleibt Regenbogenhauptstadt. Der Christopher Street Day trägt einen großen Anteil daran, dass Berlin eine der größten Communities von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) in Europa hat. Am Samstag, 28. Juli 2018, läuft die Christopher-Street-Day-Parade (CSD-Parade) zum 40. Mal durch Berlin, um für Freiheit und gleichberechtigte Teilhabe, für Selbstbestimmung, Offenheit und Akzeptanz zu demonstrieren. Das diesjährige Motto lautet „Mein Körper, meine Identität, mein Leben!

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hierzu: „Wir sind noch weit davon entfernt, dass alle Menschen im Alltag frei von Diskriminierungen leben können. Gerade in diesen Zeiten, in denen Populisten Ressentiments gegen Minderheiten schüren, wird entschlossenes Engagement gegen Ausgrenzung und Diskriminierung mehr denn je gebraucht. Der Christopher Street Day steht für wichtige Errungenschaften unserer Demokratie und kämpft weiter für die Achtung der Menschenwürde und um die Freiheit, andere anders sein zu lassen.“

Formate: video/youtube

Der rot-rot-grüne Senat setzt sich konsequent für das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe aller ein. Wir haben folgendes erreicht:

Berlin bekommt ein queeres Jugendzentrum, das jungen Menschen Schutz- und Freiräume bietet.

Berlin fördert die Projektentwicklung für ein Elberskirchen-Hirschfeld-Haus als queeres Kulturzentrum.

Berlin macht lesbisches Leben in der Stadt präsent und verleiht seit 2018 den „Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit.

Berlin erhöht die Förderung von LSBTI-Projekten auf 1,8 Millionen Euro – zum Beispiel für die Beratung von trans- und intergeschlechtlichen Menschen und von LSBTI-Geflüchteten.

Berlin setzt sich im Bundesrat dafür ein, den Schutz der sexuellen und geschlechtlichen Identität vor Diskriminierung im Artikel 3 des Grundgesetzes zu verankern.

Berlin setzt sich im Bundesrat dafür ein, dass es Verbesserungen bei der Rehabilitierung, Entschädigung und Versorgung von Personen gibt, die nach Paragraf 175 verfolgt wurden.

Berlin setzt sich für die Abschaffung des veralteten, diskriminierenden Transsexuellengesetzes ein und will die Selbstbestimmung bei der Geschlechterzuordnung schützen.

Berlin arbeitet an einem Landesantidiskriminierungsgesetz.

Berlin startet ein Modellprojekt zur Abgabe von Medikamenten, die eine HIV-Infektion verhindern können (PrEP). Zudem wird ein Checkpoint für niedrigschwellige HIV-Tests eingerichtet.

Berlin stockt die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) mit fünf neuen Stellen zum Ausbau der Antidiskriminierungsarbeit auf.

Die Initiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ wird ausgebaut und deren Förderung bis Ende 2021 verdoppelt.

Weitere Informationen zum Christopher Street Day in Berlin unter csd-berlin.de.