Drittes Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm beschlossen

Pressemitteilung vom 08.05.2018

Aus der Sitzung des Senats am 8. Mai 2018:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, das dritte Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm (GPR III) beschlossen. Die Neuauflage des erstmals im Jahr 2008 beschlossenen Programms ist Bestandteil der Richtlinien der Regierungspolitik. In der 18. Legislaturperiode will Berlin unter dem Leitgedanken „Geschlechtergerechtes Leben in einer bewegten Stadt“ gleichstellungspolitische Vorhaben weiter voranbringen.

Senatorin Kolat: „Trotz gleichstellungspolitischer Erfolge der vergangenen Legislaturperiode bleiben die Herausforderungen groß und vielfältig. Die Bekämpfung jeglicher Gewalt gegen Frauen, mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessern, Parität in den Parlamenten sicherstellen – hier und an vielen anderen Stellen setzen wir mit dem neuen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm an.“

Das GPR III formuliert neun übergeordnete Ziele:

1. Gleiche Teilhabe
2. Parität sicherstellen
3. Keine Gewalt
4. Alleinerziehende stärken
5. Geflüchtete Frauen integrieren
6. Mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Pflege
7. Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten
8. Angriffe auf Gleichberechtigung abwehren
9. Expertise nutzen.

In den fünf Handlungsfeldern Bildung, Existenzsichernde Beschäftigung, Demografischer Wandel, Soziale Gerechtigkeit und Integration werden die Themen aufgegriffen, die sich in den konkreten Vorhaben der Senatsverwaltungen und der Bezirke wiederfinden. Die meisten der anstehenden Aufgaben können nur im Zusammenwirken mehrerer Verwaltungen bearbeitet werden. Neu ist, dass auch die Expertise der Zivilgesellschaft, also von Verbänden, Institutionen, Initiativen und Netzwerken einbezogen werden soll. Das GPR III soll für die bis 2021 laufende Wahlperiode gelten und geht nun dem Abgeordnetenhaus zur weiteren Beratung zu.