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Müller zum 75. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto: “Der Mut der Menschen von Warschau verpflichtet uns zum Einsatz für Toleranz und Demokratie“

Pressemitteilung vom 18.04.2018

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat anlässlich des 75. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto zu Wachsamkeit gegenüber Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gemahnt.

Müller: „Am 19. April 1943, dem Tag des Pessachfestes, begann der bewaffnete Widerstand im Warschauer Ghetto. Dieser Widerstand und seine brutale Niederschlagung durch Wehrmachtssoldaten und Polizeieinheiten erzählen bis heute vom Mut wehrloser und entrechteter Menschen in aussichtsloser Lage und der Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes, das sich die Ermordung aller Juden zum Ziel gesetzt hatte.“

Michael Müller weiter: „Wenn wir des Aufstands und der Opfer gedenken, dann tun wir das in der Verpflichtung, Demokratie und Freiheit gegen ihre Feinde zu verteidigen. Die Erinnerung an den Aufstand in Warschau vor fünfundsiebzig Jahren mahnt uns eindringlich, uns für Demokratie und gegen Ausgrenzung einzusetzen. Das Wissen um das Geschehene auch an die nachwachsenden Generationen weiterzutragen, ist eine wichtige Bildungsaufgabe. Zivilcourage gegen Ausgrenzungen und zumal antisemitische Übergriffe zu stärken, ist in unseren Tagen von elementarer Bedeutung. Im weltoffenen Berlin darf kein Platz sein für menschenverachtendes Verhalten und braune Ideologien. Toleranz, gegenseitiges Verständnis und ein gewaltfreies Miteinander sind für unsere Gesellschaft und damit für unsere Demokratie überlebenswichtig. Auch das ist die Botschaft, die nach 75 Jahren so aktuell ist wie je.“