Müller zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Pressemitteilung vom 26.01.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Bundesratspräsident, Michael Müller, zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus:

„Wir erinnern uns am 27. Januar an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Jahre 1945 und das Ende des Holocausts, dem Millionen unschuldiger Menschen, Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder, zum Opfer gefallen sind. Es ist unsere Verpflichtung, solch ein abscheuliches Verbrechen nie wieder geschehen zu lassen. Wir dürfen rassistischer und antisemitischer Hetze und Ausgrenzung keinen Raum geben. Wir können das Verbrennen von Flaggen des Staates Israel auf unseren Straßen nicht hinnehmen. Wir müssen verhindern, dass alte und neue Formen des Antisemitismus und Rassismus alltäglicher Begleiter werden. Ausgrenzung, Hetze und Vorurteilen müssen wir Aufklärung und Wachsamkeit der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates entgegenstellen. Wer die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau besucht, erlebt welche Grausamkeiten uns drohen, wenn wir untätig bleiben.“

Zum 27. Januar 1945:
Der am 10. Januar 2017 verstorbene Bundespräsident und Berliner Ehrenbürger Roman Herzog hat 1996 den Gedenktag zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 proklamiert. Müller hierzu: „Roman Herzog hat uns mit diesem Tag nicht nur an unsere historische Verpflichtung erinnert, sondern auch an die nötige Wachsamkeit für unsere Gegenwart und Zukunft. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet.“

Michael Müller wird als Bundesratspräsident am Mittwoch, 31. Januar 2018, an der Gedenkstunde des Deutschen Bundestags aus Anlass des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen.