Chebli: „Erinnerung ist wichtig für Kampf gegen Antisemitismus und Stärkung der Demokratie“

Pressemitteilung vom 19.01.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, lud für den 18. Januar 2018 zum zweiten Treffen des Berliner Arbeitskreises gegen Antisemitismus in das Berliner Rathaus ein.

Nach dem ersten Treffen des Arbeitskreises im November 2017 lag der Schwerpunkt der zweiten Sitzung des Arbeitskreises auf dem Bildungsbereich. Darüber hinaus wurde auch über die Frage von Besuchen in KZ-Gedenkstätten, NS-Gedenkstätten, Erinnerungsorten und anderen außerschulischen Lernorten gesprochen.

Staatssekretärin Sawsan Chebli: „Das Wachhalten der Erinnerung an die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der Juden Europas ist eine wichtige Aufgabe, der sich viele Berliner Einrichtungen und Initiativen, unter anderem im Bildungsbereich, widmen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist eine tragende Säule in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus. Darin sehe ich meine Kernaufgabe als Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement. Aus der deutschen Geschichte ergibt sich für alle, für Deutsche wie für Migranten und zwar unabhängig davon, ob ihre Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern Bezug zum Holocaust hatten oder nicht eine Verantwortung, gegen Antisemitismus zu kämpfen und damit unsere Demokratie zu verteidigen. Das gilt auch für jene, die zu uns als Geflüchtete ins Land gekommen sind. Natürlich ist ein Besuch von KZ-Gedenkstätten allein keine Garantie für eine Immunisierung gegen Antisemitismus. Aber er ist ein wichtiger Beitrag zum notwendigen Kampf gegen Antisemitismus und zur Sensibilisierung auch für aktuelle Formen von Antisemitismus. Wir haben die Verantwortung und Pflicht alles dafür zu tun, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wachzuhalten und die demokratische Kultur und Menschenrechte zu verteidigen. Das ist die gemeinsame Basis und eine Chance für uns als Land.“