Verdiente Berlinerinnen und Berliner zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten eingeladen

Pressemitteilung vom 08.01.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Zum Neujahrsempfang am 9. Januar 2018 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier folgende verdiente Bürgerinnen und Bürger aus Berlin in das Schloss Bellevue eingeladen: Wolf-Peter Glöde, Norbert Lorenz, Regine Lorenz, Angela Meyenburg, Thomas Noppen, Christoph Pewesin und Dr. Angela Schulz.

Seitens des Landes Berlin und als Bundesratspräsident nimmt auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller an dem Empfang teil.

Zu den Geehrten:

  • Wolf-Peter Glöde ist hauptberuflich als Bauingenieur tätig und setzt sich seit vielen Jahren für die Förderung der Jazzszene ein. Mit der Gründung des Jazzkellers gibt es seit 1981 einen Raum für Konzerte und auch Open- Air-Veranstaltungen. Darüber hinaus ist Wolf-Peter Glöde seit 2001 Gründungsmitglied des Jazzinitiative Berlin e. V. und seit 2008 der stellvertretende Vorsitzende.
    Die Jazzinitiative Berlin ist ein Zusammenschluss von Jazzveranstaltern, Jazzclubs, Musikern und engagierten Liebhabern dieser Musikgattung. Ihr Ziel ist es, der Berliner Jazzszene ein weltstädtisches Podium und damit eine noch breitere Öffentlichkeit zu schaffen. Größe, Vielfalt, Qualität und kultureller Stellenwert der Berliner Jazzszene sollen in nichtkommerziellen Veranstaltungen so dargestellt werden, wie es einer Hauptstadt angemessen ist.
  • Das Ehepaar Regine und Norbert Lorenz ist für das ambulante Kinderhospiz Berliner Herz ehrenamtlich tätig. Das Kindertageshospiz ist eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung, in der unheilbar kranke Kinder und junge Menschen zwischen 0 und 30 Jahren sowie deren Eltern und Geschwister einen Ort der Unterstützung finden. Familien können hier ihre lebensbedrohlich erkrankten Kinder für wenige Stunden oder Tage pflegen und betreuen lassen. Das Berliner Herz möchte Eltern entlasten und ihnen dabei helfen, ein Zusammenleben zu Hause weiterhin zu ermöglichen.
    Norbert Lorenz war bereits in der Planungskommission bei der Gründung und Errichtung des Kinderhospizes tätig. Die Therapie mit Tieren wird maßgeblich von Regine Lorenz durchgeführt. Sie ist zertifizierte Fachkraft für tiergestützte Intervention und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berufsverbandes für tiergestützte Therapie, Pädagogik und Fördermaßnahmen. Regine Lorenz arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit den Kindern des ambulanten Kinderhospizes Berliner Herz auf einem Hof in Brandenburg, wo sie sogenannte Begegnungstage zwischen Mensch und Tier durchführt.
  • Angela Meyenburg ist Gründerin und Geschäftsführerin von KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e.V., dessen Ziel es ist, die kulturelle Teilhabe für Menschen mit geringem Einkommen zu fördern.
    Berlin hat eine Vielfalt an kulturellen Angeboten, doch gleichzeitig leben in der Stadt viele Menschen, die sich den Besuch von Theater, Konzerthaus oder Museum selten oder gar nicht leisten können. Angela Meyenburg möchte diese Lücke schließen. So vermittelt der Verein seit 2010 kostenlose Tickets zu Kultur- und Sportveranstaltungen. Zuletzt wurde eine Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit aufgebaut, in deren Rahmen z.B. der Fußball Cup 2017 im Juli in Berlin-Spandau stattfand – ein interkulturelles Fußballturnier für Kinder mit und ohne Fluchterfahrung. Inzwischen sind 13.000 Hauptstädter mit geringem Einkommen als Gäste im Verein angemeldet. Pro Monat werden mehr als 3.000 Kulturplätze vermittelt. Das Besondere daran ist, dass die Vermittler die Gäste persönlich anrufen, um sie über das Veranstaltungsangebot zu informieren. So werden auch Hemmschwellen abgebaut, die Gäste fühlen sich erwünscht und zugehörig zum gesellschaftlichen Leben Berlins.
  • Thomas Noppen ist Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation HiMate!, die Geflüchteten die Integration erleichtert, indem sie über Gutscheine Kultur- und Freizeitangebote von Unternehmen günstig und unkompliziert an Geflüchtete vermittelt. Zu den Partnern zählen Berliner Kinos, Theater, Konzertagenturen, Restaurants und Sportvereine. HiMate! hat sein Angebot seit 2017 auch auf Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ausgeweitet und ist mittlerweile auch in Leipzig aktiv.
    Seit Mitte 2017 organisiert HiMate! zudem ein Tandem-Programm, über das ihre Angebote von Einheimischen und Geflüchteten zusammen genutzt werden können. HiMate! erreicht in Berlin mittlerweile über 15.000 Geflüchtete und hat bereits über 5.000 Gutscheine vermittelt. Hinter HiMate! steht ein Team von mehr als 30 Ehrenamtlichen, darunter auch rund zehn Geflüchtete. 2016 gewann die Organisation für ihre Idee den Social Pitch der WHU Otto Beisheim School of Management.
  • Christoph Pewesin ist ehemaliger Landesarzt für Kinderpsychiatrie und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) und Leiter der Beratungsstelle für Kinder- und Jugendpsychiatrie Reinickendorf sowie ehem. Mitglied im Landespsychiatriebeirat.
    Insbesondere sind jedoch sein ehrenamtliches Engagement und der Einsatz für seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene hervorzuheben. So unterstützt er die modellhafte Erprobung neuer Strukturen und neuer Kommunikationswege zwischen den Bereichen Gesundheit, Jugendhilfe und Schule im Land Berlin. Darüber hinaus hat er sich langjährig auch mit den Versorgungsstrukturen im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie unter Hinzuziehung von weiteren Experten/innen im Land Berlin auseinandergesetzt und Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgungssituation von psychisch erkrankten jungen Menschen und deren Familien entwickelt. Seit mehr als 15 Jahren hat er ihre Expertise auf ehrenamtlicher Basis für die entsprechenden Landespolitiker/innen aus den Ressorts Gesundheit, Jugendhilfe und Bildung und somit für die politischen Entscheidungswege zur Verfügung gestellt. Er war bzw. ist weiterhin sehr aktiv in den bezirklichen gesundheitspolitischen und fachlichen Gremien sowie auch in anderen bundesweiten Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen.
  • Dr. Angela Schulz ist seit 2001 ehrenamtliche Pharmazierätin des Landes Berlin. Sie führt im Rahmen der Regelüberwachung öffentlicher Apotheken eigenständig jährlich rund 40 Besichtigungen Berliner Apotheken neben ihrer Tätigkeit als Lehrkraft (Apothekerin) in der Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten im Lette-Verein Berlin durch. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der qualitätsgerechten Arbeit in Apotheken und somit zur Sicherung der Qualität der Versorgung der Berliner Bürgerinnen und Bürger mit Arzneimitteln.
    Als Autorin und Referentin hat sie in Publikationen, Vorträgen und Seminaren das Thema Gefahrstoffrecht behandelt. Ihr besonderes Anliegen ist dabei die Fort- und Ausbildung des beruflichen Nachwuchses. Zudem ist sie Mitglied der aktuellen Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Berlin.