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Müller zur aktuellen Arbeitsmarktlage: Ziel bleibt Vollbeschäftigung

Pressemitteilung vom 02.11.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat die durch die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit heute veröffentlichten Oktober-Daten vom Berliner Arbeitsmarkt positiv gewürdigt.

Müller: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir in unserer Stadt eine kontinuierliche Tendenz abnehmender Arbeitslosenzahlen und eine anhaltende Steigerung der Erwerbstätigkeit verzeichnen. Die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ist in den vergangenen drei Jahren um 160.000 Personen gestiegen. Wenn wir mit einbeziehen, dass die Bevölkerungszahl Berlins in diesem Zeitraum jährlich um rund 40.000 zugenommen hat, dann wird ersichtlich, dass von der wachsenden Erwerbstätigkeit auch und gerade Langzeitarbeitslose profitieren, die uns besonders am Herzen liegen müssen. Die Daten sind insgesamt eine Bestätigung der vom Berliner Senat betriebenen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, und das ist erfreulich und ermutigend. Wir müssen auf diesem Feld trotzdem intensiv weiter aktiv sein, insbesondere was den von der Unternehmerseite beklagten Fachkräftemangel angeht. Allerdings muss auch hierzu immer wieder an die Betriebe appelliert werden, selber mehr auszubilden.“

Er strebe weiterhin, so der Regierende, das Ziel der Vollbeschäftigung für Berlin an: „Wenn wir im Oktober eine Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent verzeichnen können, so bedeutet das, dass in den vergangenen Jahren eine Halbierung gelungen ist. Trotzdem müssen wir uns um die mehr als 160.000 Menschen kümmern, die in unserer Stadt eine Beschäftigung suchen, und ihnen eine neue berufliche Perspektive aufzeigen. Dazu gehört, dass wir einen Schwerpunkt setzen auf das Jahrhundertthema Digitalisierung. Darin liegt die wirtschaftliche Zukunft mit allen Folgen für unser Ziel guter Arbeit, für unser Zusammenleben und für die gesellschaftliche Entwicklung. Zugleich müssen und werden wir uns weiter bemühen, Berlinerinnen und Berliner ohne Arbeit besser in Arbeit zu vermitteln und sie dafür vor allem besser ausbilden. Ausbildung ist ein zentraler Punkt, denn wir wissen, dass viele einfache Tätigkeiten künftig immer stärker digitalisiert erledigt werden.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Auch für die früheren Beschäftigten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ist die gegenwärtige Situation auf dem Arbeitsmarkt im Hinblick auf die Beschäftigungssuche eher günstig. Trotzdem ist natürlich das Engagement des Landes Berlin nach wie vor gefragt, gerade für diese Gruppe nachhaltige Unterstützung zu leisten. Ich wiederhole erneut meinen Appell an die an diesem Prozess beteiligten Unternehmen, ihre Verantwortung gegenüber diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrzunehmen. Und ich appelliere an die Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie an den Bund, ihre bisherige Haltung in diesem Punkt im Interesse der Belegschaft noch einmal zu überdenken.“