Müller zu Finanzierung der Transfergesellschaft für Beschäftigte von Air Berlin

Pressemitteilung vom 20.10.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat sich zur Finanzierung der Transfergesellschaft für Beschäftigte von Air Berlin geäußert: „Die Air Berlin hat die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder Berlin, NRW und Bayern um finanzielle Hilfe beim Aufbau einer Transfergesellschaft gebeten. Die Verantwortung gegen die vielen vor Arbeitsplatzverlust bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebührt es, dass die Politik diese Anfrage aufrichtig prüft.”

Müller: „Ich betrachte mit Sorge, dass die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die Berufs- und Qualifikationsperspektiven aufzeigen könnte, nicht gesichert ist. Berlin ist grundsätzlich im Sinne der betroffenen Menschen bereit, Verantwortung zu übernehmen und einen Anteil daran zu leisten, dass den Beschäftigten Berufs- und Qualifikationsperspektiven aufgezeigt werden. Für eine Beteiligung muss jedoch sichergestellt sein, dass ein signifikanter Betrag aus der Insolvenzmasse von Air Berlin und ein ebenfalls signifikanter Betrag von den Investoren wie der Lufthansa zur Verfügung gestellt werden. Zu einer Übernahme eines Unternehmens oder seiner Teile gehört auch die Übernahme der Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb sind auch die Investoren gefordert, die Beschäftigten vor direkter Arbeitslosigkeit zu schützen und ihnen Berufs- und Qualifikationsperspektiven aufzuzeigen. Zudem erwarten die Länder, dass auch der Bund Verantwortung übernimmt. Daher hat das Land Berlin die Bundesregierung kurzfristig zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen.“