Förderung von privatrechtlich organisierten Theatern, Gruppen sowie Einzelkünstlern des Tanzes, der darstellenden und performativen Künste

Pressemitteilung vom 17.10.2017

Aus der Sitzung des Senats am 17. Oktober 2017:

Auf Vorlage des Senators für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, hat der Senat in seiner heutigen Sitzung neue Verwaltungsvorschriften zur Förderung von privatrechtlich organisierten Theatern und Produktionsorten, Gruppen sowie Einzelkünstlerinnen und -künstlern des Tanzes, der darstellenden und performativen Künste in Berlin erlassen. Sie treten ab 1. Juli 2018 in Kraft. Die derzeitigen Verwaltungsvorschriften laufen zum 30. Juni 2018 aus.

In einem partizipativen Prozess unter Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern der Berliner Kunstszene wurde das Fördersystem für die Sparten Tanz sowie darstellende und performative Künste aller Genres überarbeitet. Mit den neuen Verwaltungsvorschriften soll der wachsenden Interdisziplinarität der Sparten ein flexibles Fördersystem gegenübergestellt werden, das sowohl etablierten Akteurinnen und Akteuren längerfristige Planungsperspektiven ermöglicht als auch den Einstieg in das Fördersystem für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler erleichtert.

Wesentliche Neuerungen:

  • In den mehrjährigen Förderprogrammen wird konsequent zwischen der Förderung von Theatern sowie Produktionsorten und der Förderung von Gruppen sowie Einzelkünstlerinnen und -künstlern unterschieden, um unterschiedliche Arbeitsweisen bedarfsgerechter zu fördern.
  • Die Konzeptförderung wird nur noch für Theater sowie Produktionsorte gewährt. Eine neu geschaffene vierjährige Basisförderung bietet dafür Gruppen sowie Einzelkünstlerinnen und -künstlern eine längerfristige Förderperspektive.
  • Anstelle der bisherigen zweijährigen Spielstättenförderung haben Theater sowie Produktionsorte nun die Möglichkeit, mit einer Basisförderung neben Infrastrukturmitteln auch eigene Programmmittel zu beantragen.
  • Die Einstiegsmöglichkeit in die etablierte Einzelprojektförderung wird weiter geöffnet und die Voraussetzungen für die Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern werden angepasst.*

Auf der Grundlage der neuen Verwaltungsvorschriften können Anträge auf Konzeptförderung erstmals zum 31. Januar 2018 für die Förderjahre 2020 bis 2023, Anträge auf Basisförderung bis zum 31. Januar 2019 für die Förderjahre 2020 und 2021 (zweijährige Förderungen) bzw. 2020 bis 2023 (vierjährige Förderung) und Anträge auf einjährige Förderung für Produktionsorte sowie Einzelprojektförderung bis zum 30. Juni 2018 für das Förderjahr 2019 gestellt werden. Die Einstiegsförderung in Form von Stipendien wird auch zukünftig bestehen bleiben, wird allerdings aus zuwendungsrechtlichen Gründen nicht mehr im Rahmen der Verwaltungsvorschriften geregelt.