Müller zum 76. Jahrestag des Beginns der Deportation von Berliner Jüdinnen und Juden

Pressemitteilung vom 17.10.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, spricht am 18. Oktober 2017 um 12.00 Uhr ein Grußwort auf der Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag des Beginns der Deportation von Berliner Jüdinnen und Juden (Wort-Bild-Termin; Am Bahnhof Grunewald, Gedenkstätte „Gleis 17“, 14193 Berlin). Am 18. Oktober 1941 verließ der erste Zug mit mehr als 1000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald.

Der Regierende Bürgermeister vorab: „Unter den Millionen Menschen, die in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern oder auf andere Weise ums Leben kamen, waren auch rund 50.000 Jüdinnen und Juden aus unserer Stadt. Allen Opfern der von Antisemitismus und Rassismus, von Intoleranz und Menschenverachtung getragenen nationalsozialistischen Diktatur sind wir schuldig, unsere Verantwortung für den Fortbestand von Freiheit und Demokratie, von Toleranz und Rechtsstaat wahrzunehmen. Unsere Verantwortung für den Bestand unseres freiheitlichen Gemeinwesens immer wieder durch praktisches Handeln und in diesen Tagen besonders im Kampf gegen rechte Populisten zu beweisen, ist der einzige Weg, von vorneherein dafür zu sorgen, dass so etwas wie die Shoah nie wieder geschieht.“

Müller weiter: „Das Mahnmal am Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald ist einer der Orte in unserer Stadt, mit dem sich die Erinnerung an das menschenverachtende Geschehen der von den Nationalsozialisten euphemistisch so benannten ‚Osttransporte‘ verbindet. Es ist richtig und wichtig, dass sich u.a. dank der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum an diesem authentischen Ort historischen Geschehens ein regelmäßiges Erinnern etabliert hat.“