Müller zur ersten gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland

Pressemitteilung vom 29.09.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zur ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließung:

„Mein Glückwunsch gilt als erstes dem glücklichen Paar, das sich am 1. Oktober im Schöneberger Rathaus das Ja-Wort gibt. Eine Hochzeit ist immer Grund zur Freude, erst recht wenn sie an einem Ort stattfindet, der schon so viele historische Ereignisse erlebt hat. Diese Hochzeit ist in der Tat ebenfalls ein historisches Ereignis, und wir wünschen uns alle, dass die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare bald für alle in unserer Gesellschaft eine nicht mehr besonders zu erwähnende Selbstverständlichkeit sein wird.“

Müller weiter: „Dieser Tag ist außerdem Anlass, der Lesben- und Schwulenbewegung und all denen, die sich seit vielen Jahren für die Öffnung der Ehe eingesetzt haben, zu gratulieren. Die Ehe für alle ist ein Meilenstein zur vollen rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung. Die Entscheidung dazu war Ausdruck des Bewusstseinswandels in unserer Gesellschaft und ein Erfolg für alle, die im Bekenntnis zu Liberalität, Offenheit und Toleranz einen Auftrag zu aktiver politischer Gestaltung von Rechtsordnung und Lebenswirklichkeit sehen. Ich freue mich, dass wir gerade in unserer Stadt die erste gleichgeschlechtliche Eheschließung erleben, denn darum geht es letzten Endes bei allen scheinbar abstrakten Debatten um Gleichstellung: es geht um das Lebensglück ganz konkreter Menschen mit ihren Wünschen und Hoffnungen, ihren Gefühlen und ganz praktischen Bedürfnissen.“

Für den Wort-Bild-Termin im Rathaus Schöneberg am 1. Oktober um 9.30 Uhr ist eine Anmeldung bis zum 29. September 2017 telefonisch unter (030) 90277-2310 oder per Mail unter pressestelle@ba-ts.berlin.de bei der Pressestelle des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg erbeten. Weitere Informationen finden Sie in der Presseeinladung des Bezirks unter http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/aktuelles/pressemitteilungen/2017/pressemitteilung.634442.php.