Müller zu „100 Jahre UFA“

Pressemitteilung vom 14.09.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, nimmt am 15. September 2017 um 20.15 Uhr an der Gala UFA Anniversary Night anlässlich „100 Jahre UFA“ teil (Wort-Bild-Termin; Palais am Funkturm, Hammarskjöldplatz, 14055 Berlin – Akkreditierung über Presseagentur filmcontact, Telefon [030] 27 90 87 00). Die Veranstaltung ist Höhepunkt des Jubiläumsjahrs des Film- und TV-Produktionsunternehmens UFA.

Müller: „Seit der Erfindung des Films und insbesondere des Kinos bei uns in Berlin hat sich der Film immer wieder neu erfunden. Jede neue Produktion, jeder neue Film, jede neue TV-Serie ist für sich eine neue Erfindung. Auch die Technik des bewegten Bildes ist in hundert Jahren immer wieder durch Innovationen revolutioniert worden. Der Stummfilm wurde zum Tonfilm, dann zum Farbfilm. Später folgte der Fernsehfilm. Die Bilderwelt des 21. Jahrhunderts wird geprägt durch die Digitalisierung und neue technische Möglichkeiten. In diesem Prozess unentwegter Erneuerung hat sich die UFA immer wieder neu erfinden müssen, und das ist ihr über ein Jahrhundert hinweg mit Krisen und Erfolgen, mit Höhen und Tiefen gelungen.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Hundert Jahre UFA und Tausende von UFA-Produktionen sind zugleich Spiegel der Geschichte. Die nationalsozialistische Diktatur hat das damals neue Medium Tonfilm für seine Zwecke eingesetzt. Der Film wurde propagandistisch zur Beschwichtigung und zur Stimulierung des Durchhaltewillens im Zweiten Weltkrieg genutzt. Die UFA diente als Instrument der Propagierung der menschenverachtenden Ideologie des Regimes. Auch das gehört ins Bild der hundert Jahre UFA, und dieser Abschnitt ist einer der Tiefpunkte der Unternehmensgeschichte.“

Michael Müller: „Heute ist die UFA Deutschlands Marktführer bei Fernsehproduktionen. Sie ist ein zentraler Leistungsträger in der Filmwirtschaft der Region Berlin-Brandenburg. Ich beglückwünsche das Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem seltenen Jubiläum. Wir wünschen uns von der UFA auch in Zukunft Aufsehen erregende und wirtschaftlich erfolgreiche Produktionen, die uns unterhalten, aber gern auch anregen zur Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart und ihren Sorgen und Problemen. Denn das bewegte Bild, ob auf Zelluloid projiziert oder digital aufs Smartphone geholt, ist immer dann besonders wirkungsmächtig, wenn es seine Zeit spiegelt. Alles Gute für die nächsten hundert Jahre UFA.“