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Müller würdigt scheidenden Berliner Stasi-Beauftragten Martin Gutzeit

Pressemitteilung vom 06.09.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat den ausscheidenden Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Berlin, Martin Gutzeit, gewürdigt:

„Martin Gutzeit hat viel für die Aufarbeitung der Stasi-Geschichte in unserer Stadt und insbesondere für eine große Zahl von Opfern des Unterdrückungsapparats des SED-Staats geleistet. Sein Werdegang als Widersetzlicher in der DDR, der den Wehrdienst total verweigert hat, und als evangelischer Geistlicher hat ihn nach der Wende für solch eine politische und zugleich humanitäre Aufgabe prädestiniert. Martin Gutzeit hat auch als Mitbegründer der Sozialdemokratie in der DDR einen wichtigen Beitrag zur friedlichen Revolution geleistet.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist die Arbeit, die Martin Gutzeit geleistet hat, nicht erledigt. Das ist dem Wesen der Unterdrückungsmaschinerie der Staatssicherheit geschuldet, denn die teils traumatischen Folgen wirken bei den Betroffenen ihr Leben lang nach. Der Senat von Berlin sieht sich diesem wichtigen Aufgabenbereich und insbesondere den Opfern auch in Zukunft verpflichtet.“

Müller spricht am 7. September 2017 auf der um 19.30 Uhr beginnenden Festveranstaltung zur Verabschiedung von Martin Gutzeit als Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Wort-Bild-Termin; Berliner Rathaus, Festsaal). Auf der Veranstaltung wird eine Festschrift überreicht. Gutzeit scheidet im November mit Erreichen des 65. Lebensjahrs nach 25 Jahren als Landesbeauftragter aus. Die Internetseite des Landesbeauftragten finden Sie auf Berlin.de unter der Adresse https://www.berlin.de/lstu.