Chebli lädt Juma und Rabbiner David Wolpe zum Roundtable: Antisemitismus und Islamfeindlichkeit Herausforderung für eine liberale, offene und tolerante Metropole wie Berlin“

Pressemitteilung vom 04.07.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, hat für den 6. Juli 2017 um 19.00 Uhr im Säulensaal des Berliner Rathauses zu einem Roundtable zum Thema „Antisemitismus und Islamfeindlichkeit – Herausforderung für eine liberale, offene und tolerante Metropole wie Berlin“ geladen (Wort-Bild-Termin; Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind gebeten, den Saal nach den drei Eingangsstatements zu verlassen; zugelassen sind nur geladene Gäste).
Chebli: „Ich bin dankbar, dass wir mit Rabbiner Wolpe einen weltweit prominenten Diskutanten für diese Veranstaltung gewinnen konnten. Der Anstieg von Antisemitismus macht mir Sorgen. Wir alle sind aufgefordert, uns täglich dafür einzusetzen, dass sich Antisemitismus nicht in den Köpfen junger Menschen einnistet. Aufklären, sensibilisieren, Begegnungen schaffen, das ist das, was wir brauchen. Falsch ist dagegen die gegenseitige Stigmatisierung und das Schüren von Feindbildern, die die Suche nach wirklichen Lösungen schwerer machen. Wir wollen auch über Islamfeindlichkeit sprechen. In den USA gibt es viele jüdische Organisationen, die sich gegen menschenfeindliche Hetze gegen Muslime stellen und Muslimen den Rücken stärken. Auch in Deutschland gibt es Beispiele, wo Muslime und Juden in diesen Fragen an einem Strang ziehen. Wie die Kooperation zwischen muslimischen und jüdischen Organisationen läuft, was wir von den USA lernen können, was wir als Staat beitragen können, um Begegnung zwischen Juden und Muslimen zu fördern, über all diese Fragen möchten wir beim Roundtable diskutieren.“
An dem Roundtable-Gespräch nehmen Rabbiner David Wolpe (Los Angeles) sowie Mitglieder des Projekts Juma teil. Juma steht für jung, muslimisch, aktiv und unterstützt junge Musliminnen und Muslimen dabei, sich in unserer Gesellschaft einzubringen. Zu Beginn werden Staatssekretärin Chebli, Rabbiner Wolpe und ein Vertreter von JUMA in ihren Eingangsstatement Impulse für das anschließende Gespräch geben. Weitere Informationen zu JUMA finden Sie auf der Internetseite http://www.juma-ev.de. Wolpe gilt als einer der einflussreichsten Rabbiner der USA, lehrt an wichtigen US-Universitäten und gehört zu den Repräsentanten des Konservativen Judentums in Amerika.