Müller unterstützt liberale Berliner Moschee

Pressemitteilung vom 23.06.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, erklärt zur von Seyran Ates in Berlin gegründeten liberalen Moschee:

„Ich unterstütze das Vorhaben von Seyran Ates ausdrücklich. Das Bekenntnis zu Berlin als ‚Stadt der Freiheit‘, für die Toleranz, Liberalität und Offenheit unverzichtbar sind, schließt selbstverständlich Religionsfreiheit ein. Der liberale demokratische Rechtsstaat kennt keine Religionsbehörden, die Glaubensausübung reglementieren wollen. Solche Reglementierungen sind nachdrücklich abzulehnen. Das gilt umso mehr, wenn solche Äußerungen dazu beitragen, Auseinandersetzungen anzuheizen, die ja bezüglich des wichtigen Engagements von Frau Ates und ihrer Gruppierung in unserer Stadt und ihrer muslimischen community bereits bis zu Morddrohungen eskaliert sind.“

Müller weiter: „Selbstverständlich sind innerhalb von Religionen Kritik und Auseinandersetzung zulässig, ja sogar erwünscht. Das entspricht unserem pluralistischen Verständnis von Glaubenswahrheiten, wie es das Grundrecht der Religionsfreiheit mit sich bringt. Darum ist es wichtig, dass wir uns in unserer Stadt dafür einsetzen, Räume zu schaffen, die Ort solcher Auseinandersetzungen sein können. Unsere Stadtgesellschaft zieht aber eine eindeutige Grenzlinie, wenn die Freiheit des Glaubens auch von Musliminnen und Muslimen durch Drohung und Gewalt eingeschränkt wird. Es ist Aufgabe unseres Staates und seiner Institutionen, die Freiheit der Religionsausübung seiner Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“