Müller in Montreal: „Eine klare und starke Botschaft senden – wir freuen uns, die Einwanderer willkommen zu heißen“

Pressemitteilung vom 21.06.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat in der kanadischen Metropole Montreal mit seinem Montrealer Amtskollegen Denis Coderre und dem Bürgermeister von Buenos Aires, Horacio Rodriguez Larreta, an einer Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen. Debattiert wurde die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Städten durch erfolgreiche Integration von Zuwandererinnen und Zuwanderern. Müller hält sich derzeit zur Teilnahme am Metropolis-Kongress in Montreal auf

Müller forderte in seinem Redebeitrag zur Integrationspolitik: „Wir müssen die Allianz zwischen den verschiedenen Stakeholdern, den Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden, nutzen. Wir müssen eine klare und starke Botschaft senden: Wir freuen uns, die Einwanderer willkommen zu heißen.“ In der Debatte benannten Diskutanten aus aller Welt, darunter auch Redner aus Mexiko-City und Montreal, Erfolge und Defizite der Integration. Der Regierende Bürgermeister berichtete über die Flüchtlinge, die nach 2015 nach Berlin gekommen sind, und beschrieb die Instrumente, die Berlin zur erfolgreichen Integration einsetzt.

Der Regierende in der Diskussion: „Ich bin sehr dankbar für die Gespräche und für diesen Austausch, denn Berlin hat bereits viele Menschen integriert, aber wir haben auch noch viel vor uns. Das kann uns noch besser gelingen, wenn wir bisherige Erfolge miteinander teilen, so wie wir das heute tun. Die Ebene der Bürgermeister ist genau die richtige, denn wir werden auf unserer Ebene jeden Tag unmittelbar mit den Problemen misslingender Integration konfrontiert. In unseren Gemeinden leben Menschen auf engstem Raum zusammen. Das schafft und verstärkt Konflikte, die wir schneller erkennen und schneller bearbeiten müssen.“ Konsens bestand unter den Diskussionsteilnehmern darüber, dass Integration gelingen kann und dass sie einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung der Metropolen leistet. Übereinstimmung zeigte sich ferner darin, dass sich auch die Metropolen weltweit gemeinsam gegen Populismus und das Erstarken der extremen Rechten engagieren müssen.

Im Umfeld seiner Kongressteilnahme kam der Regierende Bürgermeisters mit dem Vorsitzenden der sozialdemokratischen Partei Kanadas, der New Democratic Party, Thomas Mulcair, zusammen. Außerdem informierte sich Müller im Beisein des deutschen Generalkonsuls Walter Leuchs beim Leiter des Montrealer Zentrums für Radikalisierungsprävention, Herman Deparice-Okomba, über die Arbeit dieser Einrichtung. Müller: „Wir profitieren gegenseitig davon, Beispiele für best practice kennenzulernen wie in diesem Zentrum für vorbeugende Antiradikalisierungsarbeit. Natürlich funktioniert nicht alles, was in der einen Stadt funktioniert, auch in der anderen – aber die Erfahrung zeigt, dass sehr vieles eben doch sinnvoll auf andere Metropolen übertragen werden kann.“

Müller sprach auf der Metropolis-Konferenz über das Thema „Cities in Action: Urban Innovation and the Local Implementation of the Global Agendas”. Im Verlauf der Diskussion stellte Müller konkrete Integrationsprojekte in Berlin vor, darunter das Projekt BENN („Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften”). BENN führt Geflüchtete und ihre Nachbarn zusammen. Müller: „Es gibt viele solcher Beispiele. Als Bürgermeister können wir dazu beitragen, dass erfolgreiche Projekte Aufmerksamkeit finden. Wir können vor allem dazu beitragen, sie mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen zu bringen. Und wir können so ein Klima schaffen, in dem die Mutigen und Kreativen bestärkt werden, sich für Integration einzusetzen und in dem wir als Gesellschaft insgesamt Zuversicht gewinnen, dass die Aufgaben lösbar sind – nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt. Metropolis bietet mit der Policy Transfer Platform ein hervorragendes Instrument, um sich darüber auszutauschen.“

Ferner besuchte der Regierende Bürgermeister, der auch die Aufgaben eines Senators für Wissenschaft und Forschung wahrnimmt, die McGill Universität in Montreal und führte mit der Rektorin, Professorin Suzanna Fortier, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Fachbereiche Gespräche über internationale Wissenschaftszusammenarbeit und über die konkrete Zusammenarbeit zwischen Montreal und Berlin. Am Dienstagmorgen war der Regierende Bürgermeister zudem mit dem Premierminister der Provinz Québec, Philippe Couillard, zu einem einstündigen Gespräch zusammengekommen.

Im Folgenden veröffentlicht das Senatspresseamt einige Links zu Presseberichten über die Montrealer Metropolis-Konferenz aus Kanada und Argentinien:
  • Regierender in Montreal

    Michael Müller beim Besuch der McGill Universität in Montreal mit der Rektorin der Universität, Professorin Suzanna Fortier

  • Regierender in Montreal

    Michael Müller auf Veranstaltung der Ebert-Stiftung: „Wir freuen uns, die Einwanderer willkommen zu heißen“

  • Regierender in Montreal

    Podium bei der Ebert-Stiftung (v.l.): Michael Müller, Horacio Rodriguez Larreta, Denis Coderre

  • Regierender in Montreal

    Metropolis-Bürgermeister auf dem Campus der McGill Universität

  • Metropolis

    Der Regierende Bürgermeister mit dem Premierminister der Provinz Québec, Philippe Couillard

  • Metropolis

    Der Regierende auf dem Metropolis-Podium mit (v.l.) Rahm Emanuel, Bürgermeister von Chicago, Manuela Carmena, Brgermeisterin von Madrid,

  • Metropolis

    Michael Müller beim Unternehmensbesuch bei Cirque du Soleil