Müller zu Weltkonferenz des Metropolis-Städtenetzwerks in Montreal

Pressemitteilung vom 16.06.2017

Sie können den XII Metropolis World Congress hier live verfolgen.

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hält sich vom 17. bis zum 21. Juni 2017 aus Anlass der 12. Weltkonferenz des Metropolis-Städtenetzwerks in Montreal, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Quebec, auf. Müller ist für die Arbeitsphase 2015 bis 2017 als Co-Präsident des größten internationalen Städtenetzwerks gewählt. Dessen Jahreskonferenzen finden jedes Jahr in einem anderen Land statt. Thema der diesjährigen Zusammenkunft unter dem Motto „Global Challenges: Major Cities in Action“ ist der Umgang großer Städte mit weltweiten Herausforderungen.

Müller: „Metropolis ist die Bühne, auf der Berlin eine wichtige internationale stadtpolitische Aufgabe wahrnimmt. Beim Weltsiedlungsgipfel der Vereinten Nationen voriges Jahr in Quito hat eine Gruppe von Bürgermeistern durch die von Berlin geleitete PrepCity-Initiative erreicht, dass die Metropolen beim Thema Neue Urbane Agenda Verhandlungspartner der Nationen waren und nicht mehr nur Auftragsempfänger. Schließlich sind es die Städte, in denen die drängendsten Probleme der Nationen gelöst und die nachhaltigen Entwicklungsziele ganz praktisch umgesetzt werden müssen.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Nach dem Durchbruch von Quito wird Berlin jetzt in Montreal im Rahmen von Metropolis eine Kooperationsstruktur unter dem Namen ‚Cities Sustainable Collaboratory‘ gründen, die die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele konkret plant. Neben Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aller Kontinente werden Spitzenkräfte aus Forschung und Wissenschaft und die Zivilgesellschaft an diesem Prozess beteiligt. Dieses Projekt, das Berlin entworfen hat und das in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt wurde, stößt schon im Vorfeld auf enormes Interesse weltweit.“

Michael Müller zur Rolle des neuen amerikanischen Präsidenten: „Auch der angekündigte Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen wird uns in Montreal beschäftigen. Saubere Luft und sauberes Wasser gehören zu den großen Herausforderungen der Metropolen weltweit. Diese beiden unverzichtbaren Voraussetzungen menschlichen Lebens sind zentrale Punkte nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen. Ich bin sicher, dass die Metropolen-Bürgermeisterinnen und -Bürgermeister umso entschlossener sein werden im Kampf gegen den Klimawandel.“

Begleitet wird Müller u.a. von der Bevollmächtigten des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, sowie der Leiterin des Referats EU und Internationales der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Barbara Berninger, die als „Regional Secretary Europe” des Metropolis-Netzwerks tätig ist.

Müller kommt mit Repräsentanten der Gastgeberstadt zusammen und wird auf der Konferenz zu mehreren Schwerpunktthemen sprechen und wie auch Staatssekretärin Chebli an Podiumsdiskussionen teilnehmen. Im Verlauf der Konferenz sind bilaterale Gespräche mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern anderer Metropolis-Städte in Planung, darunter Müllers Amtskollegen aus Tel Aviv, Ron Huldai.

Am Abend des 18. Juni trifft Müller mit dem Bürgermeister von Montreal, Denis Coderre, u.a. zu einem bilateralen Gespräch zusammen. Am Montag, 19. Juni 2017, besucht Müller, der auch als Berliner Wissenschaftssenator amtiert, die McGill Universität und kommt mit deren Leitung zusammen. Am Vormittag folgt u.a. mit Coderre eine Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „Soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Städten durch erfolgreiche Integration von Zuwanderern“. Am 20. Juni ist ein Gespräch mit dem Premierminister der Provinz Quebec, Philippe Coulliard, vereinbart.

Am ersten Kongresstag nimmt Müller an der feierlichen Eröffnung teil. Vormittags spricht und diskutiert der Regierende Bürgermeister auf der Session zu „Cities in Action: Urban Innovation and the Local Implementation of the Global Agendas“. Am Mittag nimmt Müller die Sitzung des Board of Directors wahr. Staatssekretärin Chebli gibt dazu zeitlich parallel ein Schluss-Statement der Session „What Role Does the Host Society Play in Integrating Immigrants“ ab. Am Mittwoch, 21. Juni, beteiligt sich der Regierende Bürgermeister mit zwei weiteren Redebeiträgen am Kongressgeschehen: Im Plenum spricht Müller über „Living Together, Right to the City: How Can We Build Inclusive Cities?“ Auf der Berliner Hauptveranstaltung erörtert er das Thema „Metropolises Meeting the Challenge of the New Urban Agenda“. An der Veranstaltung Berlins nehmen die Bürgermeister und andere hochrangige Politiker aus Dakar, Johannesburg, Madrid, Brüssel, Guangzhou, eine Vertreterin des World Economic Forum, ein Vertreter der Weltbank sowie die Präsidentin des Metropolis-Frauennetzwerks und andere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Vertreter des UN-Habitat-Jugendbeirats teil.

Das 1985 gegründete Netzwerk Metropolis bietet 141 Haupt- und Millionenstädten und großstädtischen Regionen ein internationales Austausch- und Kooperationsforum. Alljährlich beraten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im „Board of Directors“ und entscheiden alle drei Jahre auf einem Weltkongress über die strategischen Schwerpunkte der jeweils dreijährigen Arbeitsphasen zu städtischen Handlungsfeldern. Das Netzwerk pflegt Partnerschaften mit anderen globalen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (z.B. UN-Habitat, Weltbank, Eurocities, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Metropolis fördert den Erfahrungsaustausch, regt Prozesse gegenseitigen Lernens an und unterstützt Mitgliedsstädte und interessierte Metropolen bei der Umsetzung politischer Zielsetzungen. Weitere Informationen zum Städtenetzwerk Metropolis finden Sie im Internet unter http://metropolis.org sowie auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unter der Adresse http://www.stadtentwicklung.berlin.de/internationales_eu/staedte_regionen/de/metropolis.shtml.