Mehr Geld für Grundschullehrkräfte

Pressemitteilung vom 09.05.2017

Aus der Sitzung des Senats am 9. Mai 2017:

Auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, hat der Senat heute beschlossen, den Entwurf des Gesetzes über die Änderung des Landesbesoldungsgesetzes und des Lehrkräftebildungsgesetzes beim Abgeordnetenhaus einzubringen.

Ziel ist zum einen, Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen, die nach dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz ausgebildet wurden, schon ab dem Schuljahr 2017/2018 nach E 13 zu vergüten. Zum anderen ist die Anhebung der Besoldung der (Zweiten) Konrektorinnen und (Zweiten) Konrektoren an Grundschulen zum 1. August 2018 vorgesehen, deren Tätigkeit sich durch die größere Eigenverantwortlichkeit und den damit einhergehenden Zuwachs an finanziellen, administrativen und organisatorischen Aufgaben der Grundschulen deutlich erhöht hat.

Senatorin Scheeres: „Wir machen den Beruf für Grundschullehrkräfte attraktiver. Das Land Berlin nimmt damit bundesweit eine Vorreiterstellung bei der Bezahlung von Grundschullehrkräften mit A/E 13 ein. Wir werden damit dem Umstand gerecht, dass sich Auftrag und Anforderungen an Grundschullehrkräfte deutlich erhöht haben und die neu ausgebildeten Grundschullehrkräfte hinsichtlich Qualität und Umfang ihrer Ausbildung den Lehrkräften für das Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien entsprechen.“

Die Einführung des Ganztagsbetriebes, die flexible Schulanfangsphase sowie die Inklusion haben die Aufgaben von Grundschullehrkräften massiv beeinflusst. Zudem verlangt die sechsjährige Grundschulzeit im Land Berlin besondere Fachlichkeitsansprüche an die Lehrkräfte, die in den unteren Jahrgangsstufen vor allem als Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer unterrichten, in der Jahrgangsstufe 5 und 6 jedoch differenzierten Fachunterricht erteilen.

Aufgrund der engen Verzahnung der Entgeltordnung für Lehrkräfte mit beamtenrechtlichen Vorschriften ist dafür zunächst das Landesbesoldungsgesetz zu ändern. Die weitere im Lehrkräftebildungsgesetz vorgesehene Änderung ist erforderlich, um Berliner Bestandslehrkräfte im Vergleich zu Lehrkräften, die aus anderen Bundesländern nach Berlin wechseln, nicht schlechter zu stellen. In einem weiteren Schritt wird die Änderung der Bildungslaufbahnverordnung erfolgen. Die Bildungslaufbahnverordnung wird künftig einen neuen Laufbahnzweig für die Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen vorsehen und es Bestandslehrkräften nach entsprechender Qualifizierung ermöglichen, den Laufbahnzweig zu wechseln.