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Müller zum 75. Jahrestag der Wannsee-Konferenz und zum 25-jährigen Bestehen der Gedenk- und Bildungsstätte

Pressemitteilung vom 18.01.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, spricht am 19. Januar 2017 um 16.00 Uhr ein Grußwort auf der Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestags der Wannsee-Konferenz und zum 25-jährigen Bestehen der Gedenk- und Bildungsstätte der Wannsee-Konferenz (Wort-Bild-Termin; Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin; Anmeldung ist erforderlich bei Sandra Keil, telef. 0172 940 87 68 oder Mail Keil@ghwk.de).

Müller vorab: „Die Erinnerung an die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 ist wichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft und für die Aufrechterhaltung und Verteidigung unserer Demokratie und unserer Freiheit. Wer sich mit dieser Zusammenkunft, mit ihren Themen, Beschlüssen und Teilnehmern auseinandersetzt, der begreift, wohin Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung in Verbindung mit ideologischer Verblendung und Bürokratie geführt haben. Besonders die nachwachsenden Generationen müssen über Kenntnisse von diesem Geschehen vor 75 Jahren verfügen, denn die Gefahren, die von Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Intoleranz und Gewaltverherrlichung ausgehen, nehmen in Zeiten eines Zulauf gewinnenden Rechtspopulismus und Nationalismus auf erschreckende Weise zu.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Die Generation der Zeitzeugen des Nationalsozialismus und des Holocaust, die aus eigener Erfahrung von Verfolgung und Vernichtung berichten, ist im Schwinden begriffen. Gegenständliche Zeugnisse und die Erinnerungsarbeit von Gedenkstätten können dieses menschliche Zeugnis nicht ersetzen. Aber wir werden die Zeugen bald nicht mehr unter uns haben. Umso wichtiger ist es, dass an authentischen Orten wie im Haus der Wannsee-Konferenz der Holocaust und insbesondere die Durchführung des Massenmords an den europäischen Juden dokumentiert werden. Die ansteigende Zahl der Besucherinnen und Besucher zeigt, dass das Interesse an dieser Gedenkarbeit zunimmt. Das ist begrüßenswert und auch ein Erfolg der dankenswerten Arbeit und des großen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Weitere Informationen über die Gedenk- und Bildungsstätte der Wannsee-Konferenz finden Sie auf der Internetseite http://www.ghwk.de.