Müller zum Tod des Berliner Ehrenbürgers Roman Herzog

Pressemitteilung vom 10.01.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Tod des früheren Bundespräsidenten und Ehrenbürgers von Berlin, Roman Herzog:

Müller: „Die deutsche Hauptstadt trauert um einen bedeutenden Bundespräsidenten, großen Juristen, Gelehrten und Politiker. Roman Herzog hat sich und seine politischen Überzeugungen für unser Land mit seiner ‚Berliner Rede‘ untrennbar mit dem Namen unserer Stadt verbunden. Oft genug wird aus dieser Aufsehen erregenden Rede die Forderung nach dem inzwischen sprichwörtlichen Ruck zitiert. Roman Herzog ist ein Konservativer gewesen. Aber er war zugleich energischer Fürsprecher tief greifenden Wandels, denn er war überzeugt, dass der Erhalt des Bewährten nur möglich ist, wenn auch das Gewohnte immer wieder in Frage gestellt wird und bei Bedarf reformiert wird. Herzog war ein hochbegabter Mann mit klugem Kopf, ein der Vernunft verpflichteter Intellektueller mit aufrichtigem Herzen und scharfer Zunge, aber auch mit Humor und Charme. Die Berlinerinnen und Berliner werden diesen bodenständigen und sympathischen gebürtigen Bayern nicht vergessen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden.“

Herzog wurde 1999 Ehrenbürger von Berlin.