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Müller zum Konzept des Humboldt Forums

Pressemitteilung vom 02.11.2016

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, begrüßt die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung des heute durch die Gründungsintendanten des Humboldt Forums vorgestellten Konzepts für das neue Berliner Kunst- und Kulturzentrum.

Müller: „Die jetzt präsentierte Konzeption der Gründungsintendanz unter Leitung von Neil MacGregor ist dem derzeit wichtigsten Kulturvorhaben in Europa angemessen. Die vorgesehene Ausgestaltung harmoniert mit unseren Vorstellungen zur Berlin-Ausstellung, die ich gemeinsam mit Paul Spies als unserem Berliner Chefkurator für das Humboldt Forum und mit Moritz van Dülmen von Kulturprojekte Berlin bereits im vorigen Juli vorgestellt habe. Die Gründungsintendanten haben heute mit der Darstellung ihrer Empfehlungen das Humboldt Forum einen wichtigen Schritt vorangebracht und damit eine exzellente Basis für die gemeinsame Gestaltung des Vorhabens auch mit dem Land Berlin vorgelegt. Die Empfehlungen überzeugen inhaltlich vor allem, weil sie die unterschiedlichen Linien zusammendenken, die sich aus dem programmatisch vorgegebenen Bezug auf die universale geistesgeschichtliche Bedeutung der beiden Humboldts ergeben: Berlin und die Welt, Natur und Kultur sowie historische Vergegenwärtigung und wissenschaftliche Zukunftsperspektive.“

Müller weiter: „Wir haben mit diesem Konzept gute Chancen, wie geplant tatsächlich ein ‚Bürgerforum‘ zu verwirklichen – einen für alle offenen Ort des Wissens und der Diskussion. Es ist richtig, dass die Gründungsintendanten dabei die Eintrittspreise zur Debatte stellen. Damit wird deutlich, dass es beim Humboldt Forum ebenso wie in der Kulturpolitik des Landes Berlin um das Ziel einer Kultur für alle geht. Eintrittspreise können soziale Barrieren sein. Weil aber die Mittel nüchtern betrachtet nicht unbegrenzt sind, müssen die Kosten realistisch kalkuliert werden, damit es eine fundierte Basis für eine solche Diskussion gibt. Freier Eintritt muss finanzierbar sein. Dabei ist übrigens auch zu berücksichtigen, dass das Humboldt Forum nicht isoliert zu betrachten ist, sondern dass wir es im Kontext mit der Museumsinsel konzipieren wollen.“

Der Regierende Bürgermeister: „Die Entscheidung des Senats für eine Berlin-Ausstellung und die Entscheidung des Bundes, die Gründungsintendanz mit Neil MacGregor mit einer Konzeption für das Humboldt Forum zu beauftragen, sind eine glückliche Fügung gewesen. Heute zeigt sich einmal mehr, wie sehr beide Konzeptionen überzeugend ineinander greifen. Wir haben damit den richtigen Impuls gesetzt, das gesamte Projekt noch stärker als Einheit zu begreifen. Ich begrüße insbesondere die durch das Land Berlin inspirierte Überlegung des Bundes, sich von dem Gedanken an eine nur für ein kleines Forschungspublikum interessante Fachbibliothek zu verabschieden und sie durch eine Humboldt Akademie zu ersetzen, die täglich 500 Besucherinnen und Besuchern frequentieren werden.“