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Müller zum Ausscheiden von Staatssekretär Dieter Glietsch

Pressemitteilung vom 22.09.2016

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Ausscheiden von Staatssekretär Dieter Glietsch als Beauftragtem für das Flüchtlingsmanagement:

„Dieter Glietsch war zur Stelle, als in einer prekären Situation seine Kompetenz und Erfahrung gefragt waren. Er hat die spontane Übernahme der komplizierten Aufgabe unter schwierigen Bedingungen als seine selbstverständliche Pflicht angesehen. Dafür danke ich ihm ganz persönlich und auch im Namen Berlins. Dieter Glietsch hat gezeigt, was es heißt, loyal seinen Dienst als Beamter zu versehen, auch aus dem Ruhestand heraus. Er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben hervorragende Arbeit geleistet. Sie alle haben damit Menschen in Not geholfen, die in unserer Stadt Sicherheit und Perspektive gesucht haben. Ohne diese kreative und oft an die Belastungsgrenze gehende Arbeit des von Dieter Glietsch geleiteten Koordinierungsstabs hätte Berlin seiner humanitären Verpflichtung als solidarische und weltoffene Metropole nicht in dieser Weise nachkommen können.“

Glietsch war bis 2011 Polizeipräsident von Berlin. Nach vier Jahren Ruhestand wurde er im September 2015 für die Dauer eines Jahres zum Staatssekretär für Flüchtlingsangelegenheiten in der Senatskanzlei des Landes Berlin berufen. Allein zwischen dem 5. und dem 20. September 2015 hatte Berlin rund 9.000 Geflüchtete aufgenommen, annähernd so viele wie 2012 und 2013 zusammen. Ab Oktober verschärfte sich die Lage durch weiter steigende Zugangszahlen von bis zu 1000 Flüchtlingen täglich. Insgesamt mussten 2015 Notunterkünfte für rund 80.000 Menschen organisiert werden. 2016 mussten bisher nochmals rund 16.000 Personen untergebracht werden.