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Frühzeitige Jugendkriminalitätsprävention verbessern

Pressemitteilung vom 20.09.2016

Aus der Sitzung des Senats am 20. September 2016:

Um die erfolgreiche Arbeit zur Verhinderung krimineller Karrieren von Kindern und Jugendlichen fortzusetzen, hat der Senat in seiner heutigen Sitzung eine Vorlage von Innen- und Sportsenator Frank Henkel zur Verbesserung der frühzeitigen Jugendkriminalitätsprävention beschlossen.

Im Fokus steht die ressortübergreifende Zusammenarbeit zur Vorbeugung strafbaren Verhaltens von Jugendlichen. So soll der behördenübergreifende Austausch zwischen Jugendhilfe, Schule, Jugendgerichtsbarkeit und Polizei weiter vorangebracht werden. Maßnahmen, die ein frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen und ein abgestimmtes Gegensteuern ermöglichen, sollen noch stärker genutzt werden. Bereits jetzt gibt es in Berlin diesbezüglich feste Ansprechpersonen der einzelnen Ressorts, themenbezogene Fortbildungen und im Einzelfall gemeinsame Fallberatungen unter Berücksichtigung des Datenschutzes.

Ein weiteres Augenmerk richtet der Senat auf gemeinsame Projekte von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe, die eine aufeinander abgestimmte besonders enge Betreuung auffälliger Kinder und Jugendlicher zum Ziel haben. So wird die stadtweite Ausdehnung von auf den Sozialraum gerichteten Projekten der Staatsanwaltschaft und der Polizei intensiv geprüft, die der Kiezbindung vieler Jugendlicher Rechnung tragen. Diesen Ansatz verfolgen beispielsweise das Projekt „Staatsanwalt für den Ort“ in Neukölln sowie der Ansatz „Täterorientierte Intervention“ in drei Polizeidirektionen. Beide Projekte werden zurzeit evaluiert und ausgewertet. Mit Ergebnissen ist zum Ende des Jahres zu rechnen.