Freizug der als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Sporthallen

Pressemitteilung vom 13.09.2016

Aus der Sitzung des Senats am 13. September 2016:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung einen modifizierten Ablaufplan für den Freizug der als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Sporthallen zur Kenntnis genommen, der erstmals alle noch belegten Hallen umfasst und deren Freizug bis zum Ende dieses Jahres vorsieht. Seit September 2015 waren insgesamt 63 Sporthallen an 51 Standorten durch den Senat sichergestellt und als Notunterkünfte genutzt worden. Angesichts der stark gesunkenen Zugangszahlen konnten seit Anfang Mai bereits mehr als 3.000 Menschen aus 20 Hallen in bessere Unterkünfte umziehen.

Der nun vorliegende Ablaufplan sieht den Umzug der geflüchteten Menschen sowohl in dafür hergerichtete Bestandsimmobilien als auch in Tempohomes vor. Bisher konnte ein Tempohome-Standort in Treptow-Köpenick wie geplant in Betrieb gehen – bis Ende des Jahres sollen 17 weitere hinzukommen, davon zwei Doppelstandorte. Aufgrund der niedrigen Zugangszahlen und weil nun auch andere Alternativunterkünfte bereitstehen, darunter die Erstaufnahmeeinrichtung im brandenburgischen Wünsdorf mit 995 zusätzlichen Plätzen, ist es möglich, die Tempohomes mit weniger Flüchtlingen als ursprünglich geplant zu belegen und früher als zunächst vorgesehen als Gemeinschaftsunterkünfte mit Selbstversorgungsmöglichkeit in Betrieb zu nehmen. In die Tempohomes auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof sollen Flüchtlinge aus den Hangars ziehen. Daher steht dieser Standort für den Freizug der Sporthallen nicht zur Verfügung.

Weitere Tempohome-Standorte und die MUFs sind geplant, um die Verlegung von Flüchtlingen auch aus weiteren Notunterkünften zu ermöglichen. Das gemeinsame Ziel des Senats ist es, dass hier ankommenden Flüchtlingen Schutz vor Obdachlosigkeit gewährt wird, sie menschenwürdig untergebracht werden und nur so kurz wie möglich in großen Notunterkünften bleiben müssen.