Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Bericht zum Ausbau des Landesrahmenprogramms Integrationslotsinnen und Integrationslotsen

Pressemitteilung vom 13.09.2016

Aus der Sitzung des Senats am 13. September 2016:

Der Senat hat heute den von der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, vorgelegten Bericht zum Ausbau des Landesrahmenprogramms Integrationslotsinnen und Integrationslotsen zustimmend zur Kenntnis genommen.

Das Landesrahmenprogramm ermöglicht seit Ende des Jahres 2013 die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der wichtigen Arbeit als Integrationslotsin, Integrationslotse oder Stadtteilmutter. Zuvor konnten diese Tätigkeiten nur über Maßnahmen der Beschäftigungsförderung finanziert werden. Die Verbesserung und Konsolidierung der Arbeitsverhältnisse hatte der Senat in den Richtlinien seiner Regierungspolitik festgelegt. Das Landesrahmenprogramm wird vom Berliner Integrationsbeauftragten umgesetzt.

Mit der Etablierung des Programms wurden die erfolgreichen bezirksorientierten Ansätze der niedrigschwelligen Integrationsarbeit unter ein gemeinsames, berlinweites Dach gestellt. Die reguläre Beschäftigung von Integrationslotsinnen und -lotsen oder Stadtteilmüttern ist bundesweit ein Novum.

Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Stadtteilmütter erläutern alltägliche Abläufe, helfen bei Übersetzungen und begleiten zu Terminen in Beratungseinrichtungen. Sie sind konkrete Integrationshelfer und übernehmen vielfältige Tätigkeiten in der Einwanderungsstadt Berlin. Zum Beginn des Jahres 2015 wurde ihr Aufgabenfeld auf die Unterstützung geflüchteter Menschen erweitert. Hierfür hat der Senat das Landesrahmenprogramm stark ausgebaut.

Zurzeit sind 156 Personen (davon 39 Stadtteilmütter) bei 17 Trägern als Integrationslotsinnen und -lotsen beschäftigt. Wegen der hohen Bedarfslage sind an allen Unterkünften für geflüchtete Menschen Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Stadteilmütter des Landesrahmenprogramms tätig. Im dritten Quartal 2016 können nochmals weitere Lotsinnen und Lotsen für Geflüchtete gefördert werden. Das Landesrahmenprogramm wird damit auf fast 200 Personen wachsen. Ziel ist es, die Arbeit personell dort zu stärken, wo künftig geflüchtete Menschen in Containerdörfern und modularen Unterkünften für Flüchtlinge untergebracht werden.

Alle Lotsinnen und Lotsen im Landesrahmenprogramm durchlaufen Qualifizierungsmaßnahmen, die sie während der Arbeitszeit absolvieren können. Die Qualifizierungen und der Kompetenzerwerb während ihrer praktischen Arbeit sollen den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen sowie den Stadteilmüttern langfristig die Möglichkeit eröffnen, einen Berufsabschluss zu erwerben.