Steglitzer Kreisel steht vor dem Verkauf – Senat legt das Vorhaben dem Abgeordnetenhaus vor, um die Umnutzung zur Wohnimmobilie zu ermöglichen

Pressemitteilung vom 12.07.2016

Aus der Sitzung des Senats am 12. Juli 2016:

Das im Eigentum des Landes Berlin befindliche Bürohochhaus „Steglitzer Kreisel“ soll in Kürze verkauft werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Abgeordnetenhauses soll die momentan noch aus zwei Eigentumseinheiten bestehende Immobilie dann vollständig an die Steglitzer Kreisel GbR übergehen. Das hat der Senat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage eines Berichts von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen beschlossen.

Das Grundstück im südlichen Bereich der Schloßstraße im Bezirk Steglitz-Zehlendorf befindet sich im Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB). Es umfasst eine Fläche von mehr als 17.000 Quadratmetern und ist mit dem sogenannten „Steglit-zer Kreisel“ bebaut, bestehend aus einem Sockelbau mit Hotel, Geschäften und einem Parkhaus sowie einem Bürohochaus mit 34 Geschossen.

Zur Vermarktung des landeseigenen Anteils am Steglitzer Kreisel hatte die BIM (Berli-ner Immobilienmanagement GmbH) zwischen September 2014 und Januar 2015 ein europaweites Bieterverfahren durchgeführt. Von den insgesamt 14 Kaufinteressenten gab die Steglitzer Kreisel GbR das wirtschaftlich beste Angebot ab. Das Unternehmen ist bereits Eigentümer des Sockelbaus und plant als Gesamteigentümer die Umwand-lung und Herrichtung des ehemaligen Bürohochhauses in eine Wohnimmobilie mit einer Wohnfläche von mindestens 22.000 Quadratmetern.

Der BIM ist es gelungen, einen guten Kaufpreis zu erzielen. Derzeit saniert die BIM das asbestbelastete Hochhaus; die Sanierung wird bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Kosten hierfür werden sich auf 18,5 Mio. Euro belaufen. Ursprünglich waren hierfür bis zu 32 Mio. Euro veranschlagt worden. Befürchtungen, dass das Land Berlin letztlich bei einem negativen Kaufpreis landen werde, haben sich nicht bestätigt. Das Land erzielt einen Nettoerlös von über einer Million Euro.

Finanzsenator Dr. Kollatz-Ahnen: „Wenn die Abgeordneten dem Verkauf zustimmen, lässt sich ein langwieriges Verfahren erfolgreich abschließen. Dass der Verkaufspreis die Erwartungen deutlich übertrifft, liegt auch daran, dass das Land Berlin die Schad-stoffsanierung des Gebäudes selbst übernommen hat und diese Belastung nicht potenziellen Käufern überlassen hat. Dieses Vorgehen hat sich bewährt und kann künftig auch in vergleichbaren Fällen, etwa beim ICC, angewandt werden.“ Nach langem Leerstand gebe es nunmehr eine gute Entwicklungschance für das Steglitzer Zentrum.

Nach dem heutigen Beschluss des Senats zum Verkauf und zur Entnahme der Fläche aus dem SILB geht die Vorlage nun an den Unterausschuss Vermögen des Abgeordnetenhauses. Dort soll das Thema am 7. September behandelt werden. Erst mit Zustimmung der Abgeordneten wird der Verkauf wirksam.