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Fort- und Weiterbildung für Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Berlin wird neu geregelt

Pressemitteilung vom 10.05.2016

Aus der Sitzung des Senats am 10. Mai 2016:

Es ist Aufgabe des Landes Berlin, die Fort- und Weiterbildung seiner Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitsdienst sicherzustellen. Der Senat hat heute auf Vorlage von Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja beschlossen, dafür künftig die Angebote der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf zu nutzen. Dazu wird das Land Berlin dem Länderabkommen über die Errichtung und Finanzierung der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf zum 1. Januar 2017 beitreten.

Bereits von 1971 bis 1997 hat Berlin die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf für die Fort- und Weiterbildung seiner Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitsdienst genutzt. Dazu gehören u.a. Apotheker/innen des öffentlichen Pharmaziewesens, Ärzte/innen sowie Zahnärzte/innen im öffentlichen Gesundheitswesen, Tierärzte/innen für öffentliches Veterinärwesen, aber auch Beschäftigte im Bereich Gesundheitsaufsicht und Lebensmittelkontrolle. Die Akademie dient einer Reihe von Bundesländern zur Fort- und Weiterbildung sowie der angewandten Forschung im öffentlichen Gesundheitswesen.

Das Land Berlin kündigte seine Trägerschaft zum 31. Dezember 1997. Seitdem wurde die Fort- und Weiterbildung der Bediensteten im öffentlichen Gesundheitswesen durch die Verwaltungsakademie Berlin, die Berlin School of Public Health und andere Anbieter durchgeführt. Um das Fächerangebot und die Anzahl der verfügbaren Plätze zu erhöhen, wird Berlin zum 1. Januar 2017 der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf wieder beitreten. Hierdurch bekommen alle Berufsgruppen im öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Berlin Zugang zu einem breiten Spektrum an Fort- und Weiterbildungsangeboten auf hohem fachlichem Niveau, die zum großen Teil in Berlin stattfinden. Durch den Beitritt erhält Berlin außerdem die Möglichkeit, das Ausbildungsprogramm der Akademie mitzugestalten. Berlin zahlt der Akademie einen Jahresbeitrag von rund 200.000 € als Eigenanteil an den Gesamtkosten. Grundlage der Berechnung ist eine jährliche Teilnehmerzahl von 276 Personen.

Der Entwurf des Zustimmungsgesetzes zum Beitrittsabkommen wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung unterbreitet.

Der Senat hat zudem entschieden, für die Übergangszeit bis zum offiziellen Beitritt eine Verwaltungsvereinbarung über eine „assoziierte Trägerschaft“ mit der Akademie abzuschließen. Sie stellt sicher, dass Beschäftigte des öffentlichen Gesundheitsdienstes des Landes Berlin bereits ab dem 1. Juni 2016 an den Fort- und Weiterbildungen der Akademie teilnehmen können. Für einen anteiligen Beitrag von 117.000 € können bis Ende 2016 maximal 168 Teilnehmende aus Berlin die Veranstaltungen der Einrichtung besuchen.