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15 Jahre Patenschaft mit dem Einsatzgruppenversorger „BERLIN"

Pressemitteilung vom 20.04.2016

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Am kommenden Sonnabend, 23. April 2016, kann im Rahmen einer Familienfahrt auf der Nordsee mit den Angehörigen der Besatzung und weiteren Gästen – auch aus der Patenstadt Berlin – und einer abendlichen Festveranstaltung im Gorch-Fock-Haus, Viktoria Straße 15 in Wilhelmshaven das 15-jährige Jubiläum der Patenschaft begangen werden.

Staatssekretär Dieter Glietsch als offizieller Vertreter der Patenstadt Berlin wird im Rahmen der Festveranstaltung um 18.45 Uhr im Namen des Regierenden Bürgermeister Michael Müller der Besatzung das Jubiläumsgeschenk überreichen (WORT-BILD-TERMIN) – einen Beamer für den Hubschrauberhangar des Schiffes, der für Informationsveranstaltungen, für protokollarische Zwecke und für feierliche Anlässe genutzt werden kann, wenn das Schiff nicht in militärischer Mission unterwegs ist und die beiden Hubschrauber des Schiffes nicht an Bord sind.

Der Einsatzgruppenversorger „BERLIN“ ist mit einer Größe von rd. 20.000 BRT neben den baugleichen Einheiten „Frankfurt“ und „Bonn“ das größte Schiff der Deutschen Marine – und das Patenschiff der Stadt Berlin.

Die Schiffstaufe erfolgte am 30. April 1999 durch Monika Diepgen, Ehefrau des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Eberhard Diepgen. In Dienst gestellt wurde der Einsatzgruppenversorger am 11. April 2001. Seitdem hat sich zwischen Schiff und Besatzung einerseits und der Stadt Berlin andererseits eine intensive Patenschaft entwickelt.

Wenn die „BERLIN“ in ihrem Heimathafen Wilhelmshaven liegt, bekommt sie regelmäßig Besuch von Kindergruppen des Neuköllner Kinderheims St. Josef. Auch mehrtägige Seefahrten in deutschen Gewässern hat es schon gegeben, die von den St.-Josefs-Kindern mit Begeisterung aufgenommen wurden. Aber nicht nur das: Seit der Indienststellung des Schiffes hat die Besatzung dem Kinderheim mittlerweile rund 25.000 Euro gespendet. Diese Spenden werden wiederum bei Besuchen von Besatzungsmitgliedern in Neukölln übergeben – zum Besuchsprogramm in Berlin gehören dann regelmäßig gemeinsame Spiele und Museumsbesuche. Regelmäßig empfängt das offizielle Berlin auch Besatzungsdelegationen zu mehrtägigen Besuchen in der Hauptstadt. Dann stehen Begegnungen mit dem Regierenden Bürgermeister und dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses ebenso auf dem Programm wie beispielsweise Besuche des Technikmuseums, des Friedrichstadtpalastes oder des Fernsehturms. Ein abendlicher, gemütlicher Kneipenbummel der Sailors, männlich wie weiblich, darf dabei natürlich nicht fehlen.

Eigentliche Aufgabe der „BERLIN“ ist die Versorgung von Schiffen der Deutschen Marine und befreundeter Seestreitkräfte mit allem, was zum Betrieb von Kriegsschiffen auf hoher See erforderlich ist: Kraftstoff, Trinkwasser, Verpflegung, Munition. Als Besonderheit führt die „BERLIN“ aber auch ein Marineeinsatzrettungszentrum (MERZ) an Bord mit. Dies ist ein hochfunktionales, modernes medizinisches Behandlungszentrum, das mit seiner Bettenkapazität, seinen beiden Operationssälen, der Röntgenstation, der Zahnstation und den Laboren durchaus die Leistungsfähigkeit eines an Land befindlichen Kreiskrankenhauses aufweist. Und dieses MERZ ist nicht nur für Soldaten gedacht: Anfang 2005 – nach dem Tsunami – lag das Schiff mehrere Wochen zu einem humanitären Einsatz vor Banda Aceh und leistete technische Hilfe, unterstützte die Wasserversorgung und versorgte hunderte von Verletzten an Bord medizinisch. Und die Kette der humanitären Einsätze ist seitdem nicht abgerissen: Allein bei der zurückliegenden Mission des Schiffes im Mittelmeer unter der Führung des seinerzeitigen Kommandanten, Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm, wurden nahezu 2000 Bootsflüchtlinge aus unmittelbarer Lebensgefahr gerettet und an Bord versorgt. Nachdem kürzlich der routinemäßige Kommandantenwechsel stattgefunden hat, wird Rosenbohms Nachfolger, Fregattenkapitän Sven Hikele, dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller bei nächster Gelegenheit seinen Antrittsbesuch abstatten.