Rede des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller anlässlich anlässlich der Verleihung des Wissenschaftspreises am 20. November 2015

Pressemitteilung vom 20.11.2015

Es gilt das gesprochene Wort!

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller führt in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Wissenschaftspreises am 20. November 2015 im Großen Saal des Roten Rathauses laut Redemanuskript u.a. aus:

„Ich begrüße Sie herzlich zu dieser Feierstunde aus Anlass der Verleihung des Berliner Wissenschaftspreises an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Stadt.

Auch in diesem Jahr wollen wir anhand der Preisträger wieder deutlich machen:

Die Berliner Wissenschaft ist nicht nur in der Breite gut und leistungsstark, sie bringt auch regelmäßig Spitzenleistungen hervor.
Und sie wird geprägt durch Forscherpersönlichkeiten, die es verdienen, der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.

Heute wollen wir es aber erst einmal spannend machen. Ich verspreche Ihnen: Sie werden die Preisträger im Laufe dieser Veranstaltung erfahren. Aber: Alles zu seiner Zeit …

Zunächst möchte ich an eine gute Tradition anknüpfen und auch diese Preisverleihung mit einer Standortbestimmung einleiten:

Wo stehen wir als Wissenschaftsmetropole? Was konnte in diesem Jahr erreicht werden? Wo geht die „Reise“ hin? Wie könnte Berlin, sagen wir, in 10 Jahren dastehen? Und was müssen wir als Senat, aber auch wir gemeinsam – Politik und Wissenschaft – leisten? Wofür brauchen wir eine breite Allianz auch über die Stadt hinaus?

Meine Damen und Herren, ich bekenne ganz offen: In diesem knappen ersten Jahr als Regierender Bürgermeister ist mir die Berliner Wissenschaft ans Herz gewachsen.

Sie, verehrte Präsidenten, haben mich bei meinen Besuchen an Ihren Hochschulen und Instituten mit offenen Armen empfangen. Ich habe viele großartige Forscherpersönlichkeiten kennenlernen dürfen.

Die große Vielfalt der Berliner Wissenschaftslandschaft wurde für mich erlebbar: Universitäten, Fachhochschulen, private Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, auch die starken, oft mit den Hochschulen vernetzten Forschungs- und Entwicklungsbereiche in der Berliner Wirtschaft.

Ich erlebe Berlin als einen Wissenschaftsstandort, in dem die Geistes- und Sozialwissenschaften keine Nischenexistenz fristen, sondern eine zentrale und prägende Bedeutung haben.

Noch eine wichtige Erfahrung: die enorme Vernetzung der Berliner Wissenschaft mit den wichtigen Wirtschaftsclustern, besonders im Bereich der Gesundheitswirtschaft und der Mobilität. Und: Wissenschaft als zentraler Impulsgeber beim Thema Digitalisierung.

Gerade vor Kurzem, bei meinem Besuch in Tel Aviv, konnten wir gemeinsam internationale Netzwerke ausbauen.

Herr Präsident Alt, Herr Präsident Thomsen, Herr Professor Wiegand, der Leiter des Fraunhofer Heinrich Hertz Instituts: Mit Ihnen gemeinsam ist es gelungen, den Wissenschaftsstandort Berlin eindrucksvoll zu präsentieren.
Und mit der Unterzeichnung von Vereinbarungen mit israelischen Partnern haben Sie wichtige Kooperationsprojekte vorangebracht.

Und, was mich besonders freut: Viele von Ihnen hier im Saal haben mir interessante Vorhaben vorgeschlagen, von denen ich sicher bin: Sie werden nicht nur der Berliner Wissenschaft nützen, sondern unsere Stadt insgesamt voranbringen.

Und ich glaube, Sie konnten spüren: Wenn solche Vorschläge gut begründet und umsetzbar sind, dann landen sie bei mir nicht in der „Black Box“, sondern werden mit Nachdruck unterstützt und begleitet. So will ich es auch in Zukunft halten.

Wichtig sind mir allerdings zunächst einmal die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft in Berlin. Das ist die Basis dafür, dass Sie alle gute Arbeit leisten können.

Ein wichtiger und großer Schritt nach vorn war die neue W-Besoldung.

Durch die Reform der Besoldung für Professorinnen und Professoren hat Berlin im bundesweiten Vergleich einen deutlichen Schritt nach vorn geschafft, auch durch die Einbeziehung der Junior-Professuren, mit der wir über die Forderungen des Bundesverfassungsgerichts hinausgegangen sind.

Eckpfeiler guter Rahmenbedingungen sind aber die Hochschulverträge. Ich halte sie für ein Erfolgsmodell, denn sie bringen vor allem eines: Planungssicherheit über einen längeren Zeitraum hinweg.

Die laufenden Verträge sehen eine Steigerung in vier Jahren um über 120 Millionen EUR vor. Der größte Teil davon ist Landesgeld, auch wenn der Hochschulpakt eine wichtige Rolle spielt. An diesem Modell der Hochschulverträge werden wir auf jeden Fall festhalten, auch nach dem Auslaufen der bestehenden Verträge im Jahr 2017.

Aktuell befinden wir uns in der Schlussphase der Haushaltsaufstellung für die Jahre 2016 und 2017. Und natürlich gehört zu den Rahmenbedingungen auch die bauliche Situation. Der Sanierungsstau an den Hochschulen ist ja kein Geheimnis – wenn auch keineswegs eine Berliner Eigenart.

Für dieses Jahr konnten wir im Rahmen des Investitionspaktes über 30 Millionen Euro für Hoch- und Fachhochschulen sowie für die Charité zur Verfügung stellen, um dringend erforderliche Sanierungen vorzunehmen. Dieses Geld fließt zusätzlich zu den für dieses Jahr im Haushalt vorgesehenen und durch die Hochschulverträge zugesagten Mittel – quasi „on top“.

Und mit einem „Investitionspakt Hochschule“ werden wir nun in Berlin eine mittelfristige Perspektive für die Auflösung des Sanierungsstaus schaffen.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren investieren wir rund 1,2 Mrd. EUR. Das ist für ein immer noch hoch verschuldetes Land wie Berlin eine stattliche Summe und wir wollen damit auch auf diesem Gebiet nicht nur für alle Beteiligten Planungssicherheit über einen längeren Zeitraum schaffen, sondern vor allem sichtbare Erfolge erzielen.

Ein Meilenstein für die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Berlin war die Errichtung der Einstein Stiftung Berlin. Mittlerweile hat sie sich fest in der Berliner Wissenschaftslandschaft etabliert.
Wie wichtig eine solche Institution ist, die auch schnell und flexibel reagieren kann – das hat sich erst jüngst gezeigt. Nur durch sie war es möglich, Ai Wei Wei für Berlin zu gewinnen.

Die Stiftung hat bewiesen, dass sie auch private Mittel für die Berliner Wissenschaft einwerben kann. Das ist sehr erfreulich. Und mit dem neuen Haushalt wollen wir dazu beitragen, dass noch mehr Dynamik in dieses Förderinstrument kommt – so dass es der Stiftung auch in Zukunft gelingt, internationale Top-Forscher an Berlin zu binden.

Das Land wird, wenn das Parlament den Haushalt so beschließt, auf jeden eingeworbenen Euro noch einmal 50 Cent drauflegen. Damit schaffen wir einen weiteren Anreiz für privates Engagement im Bereich der Berliner Spitzenforschung. Und der Erfolg macht Mut, die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Berlin weiter auszubauen.

Dass Berlin Erfolg damit hat, die besten Köpfe in die Stadt zu holen, zeigt sich auch am BIG, dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung.

Der Vorstandsvorsitzende Erwin Böttinger ist nach Jahrzehnten in den USA zurückkehrt nach Berlin. Nobelpreisträger Thomas Südhof forscht mit dem BIG und wird hier auch in Zukunft eine tragende Rolle einnehmen.

Das BIG erweist sich als zusätzlicher Impulsgeber für die Gesundheitswirtschaft, die ein wichtiges Standbein unserer Berliner Wirtschaft ist. Es schafft eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen Charité und Max Delbrück Centrum. Beide Gliedkörperschaften profitieren davon.

Und ich bin ganz sicher: Das BIG wird auch in Zukunft als Leuchtturm weit über Berlin hinaus strahlen und hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anziehen.

Man muss es auch an dieser Stelle sagen: Über 310 Millionen Euro für das BIG im Zeitraum von 2013 bis 2018 – das ist eine beachtliche Summe. Und auch, dass davon 90 Prozent vom Bund kommen, kann man nicht oft genug betonen.

Ich sehe im BIG ein Modell für die Zusammenarbeit von Bund und Land – hoffentlich ein Erfolgsmodell mit Zukunftsperspektive! Und hoffentlich wird es auch ein Modell für eine neue Qualität des Wissenstransfers.

Meine Damen und Herren, damit bin ich beim nächsten Punkt: Berlin wird weithin als Mekka für innovative Gründer angesehen.

Die Hochschulen in unserer Region sind dafür entscheidende Impulsgeber.
Sie bilden kluge und kreative Köpfe aus, die das Zeug haben, mit einer guten Idee ein Unternehmen zu gründen und damit wertvolle Arbeitsplätze zu schaffen. Sie sind aber mit ihren Gründerzentren auch wichtige Anreger und Impulsgeber für die Stadt insgesamt auf ihrem Weg in Richtung Digitalisierung.

Ein Beispiel sind die Aktivitäten von TU und UdK am Campus Charlottenburg, über die ich mich im Sommer vor Ort informiert habe.

Von der Unternehmensidee über die Gründung bis in die Wachstumsphase an einem Standort zu bieten: Das wird dort mit dem neu eingerichteten Co-Working-Space erreicht. Dem dient der Ausbau des Charlottenburger Innovations Centrum (CHIC) mit rund 5.000 qm Fläche für Start-ups.

Das Geschehen am Ernst-Reuter-Platz ist nur ein Beispiel von vielen Zukunftsorten in unserer Stadt, wo Wissenschaft und Unternehmen nah beieinander sind und sich gegenseitig anregen – wo unsere Hochschulen stark sind bei der Förderung von Ausgründungen.

Ich sprach vorhin von interessanten, von der Wissenschaft angeregten Projekten, die ich im Laufe dieses Jahres mit Nachdruck unterstützen konnte. Eines dieser Vorhaben ist der Berliner Kreis der Digitalisierung.

Entstanden ist ein hoch engagiertes Forum mit vielen kreativen Köpfen und Impulsgebern, mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die gemeinsam ausloten, wie wir in Berlin die Chancen der Digitalisierung nutzen können, wie wir Berlin als Smart City und als Gründermetropole zusätzliche Impulse geben können.

Ich habe diese Initiative von TU-Präsident Thomsen gerne aufgegriffen und bin sehr dankbar für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Es geht bei dem Berliner Kreis der Digitalisierung nicht um vielseitige Strategiepapiere, sondern um ein ganzes Bündel konkreter Maßnahmen, die den Anspruch Berlins als digitale Hauptstadt untermauern werden.

Zwei Dinge kann ich, ohne den Ergebnissen des Kreises vorzugreifen, heute schon sagen:

- Berlin erhält ein CityLAB. Das ist ein Ort, an dem zu den Themenkomplexen Digitalisierung und Smart City anwendungsbezogene Lösungen erdacht, entwickelt und mit Blick auf ihre praktische Umsetzbarkeit hin diskutiert werden. Das soll ein Ort der Begegnung von Wissenschaft, Kreativen und Stadtgesellschaft sein.

- Und, auch das ein Projekt, das wir im Kreis der Digitalisierung gemeinsam vorangebracht haben: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, werden wir zahlreiche neue Professuren im IT-Bereich für Berlin einrichten können.

Und sie werden ein Gewinn sein für die ganze Breite der Berliner Wissenschaftslandschaft, also für Universitäten und auch für unsere
(Fach-)Hochschulen.

Wir setzen damit ein deutliches Zeichen der Nachwuchsgewinnung und wollen diese Initiative bewusst mit der Förderung von Frauen in einem Bereich verbinden, in dem sie deutlich unterrepräsentiert sind.

Ich danke an dieser Stelle allen Partnern aus der Wissenschaft und ausdrücklich auch der Wirtschaft, die sich mit großem Engagement dafür einsetzt, dass wir Berlin noch in diesem Jahr in Sachen Digitalisierung einen kräftigen Schub geben werden.

Meine Damen und Herren, die Wissenschaft ist der wesentliche Impulsgeber der Stadt. Wenn wir alle Einrichtungen zusammennehmen ist sie auch Berlins größter Arbeitgeber. Alleine die Charité bringt es auf Platz 2 nach der Deutschen Bahn. Die Wissenschaft sorgt in Zeiten des demographischen Wandels für den so wichtigen Fachkräftenachwuchs in der Hauptstadtregion und darüber hinaus.

Berlin kann stolz sein auf seine Wissenschaft und darauf, dass der neueste DFG-Förderatlas Berlin auf Platz 1 sieht (und, dass Berlin seinen Vorsprung vor München ausgebaut hat).

Wichtig ist mir, dass wir uns trotz der vielen unbestreitbaren Erfolge nicht zurücklehnen, sondern sie als Ansporn für die Zukunft verstehen. Denn an manchen Stellen können wir alle miteinander noch besser werden. Und das sollten wir uns gemeinsam vornehmen.

Ja, wir sind als Wissenschaftsstandort heute schon bundesweit vorne. Aber wir werden – trotz vieler Fortschritte – international nur vorne sein, wenn wir uns noch mehr als bisher als ein Standort verstehen. Wenn wir uns bewusst machen: Nicht FU, TU und HU konkurrieren miteinander, sondern Berlin mit anderen großen Wissenschaftsmetropolen.

Wenn Sie mich fragen, wo ich mir Berlin in zehn, vielleicht 15 Jahren vorstelle, ist meine ganz klare Antwort: Nicht nur in nationalen Rankings vorne, sondern auch international.

Aber wir alle wissen: Das ist kein Wunschkonzert, sondern erfordert harte Anstrengung. Ich möchte Sie erneut ermutigen: Sorgen Sie für noch mehr Sichtbarkeit Ihrer Arbeit, damit noch mehr Menschen sehen, was die Wissenschaft in Berlin leistet und wie wichtig die Wissenschaft für Berlin ist. Innerhalb Berlins und darüber hinaus. Wo wir das als Senat unterstützen können, werden wir das tun.

Auch bei der Zusammenarbeit untereinander gab es in den letzten Jahren Fortschritte. Aber da geht noch was. Alle Hochschulen können und sollen ihre Identität bewahren. Und doch lässt sich durch eine neue Kooperationskultur, durch eine neue Qualität der Zusammenarbeit, noch mehr erreichen, nach außen ein Bild der Geschlossenheit und: Das Ganze kann und muss mehr sein als die Summe der Einzelteile.

2017 laufen die Hochschulverträge aus. So sehr ich von ihnen als Steuerungsinstrument überzeugt bin, so sehr lade ich Sie heute schon dazu ein, kreativ an die Inhalte heranzugehen.

Und ich will an einem Punkt auch deutlich sagen, wo ich dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf die neuen Hochschulverträge sehe: Im Bereich der Lehrerbildung.

Die derzeitigen Verträge sehen 1.000 Lehrer pro Jahr vor. Tatsächlich brauchen wir aber 2.000. Und um es gleich klarzustellen: Mehr in die Lehrerausbildung zu investieren, darf nicht zu Lasten der Spitzenforschung gehen. Klar ist allerdings auch: Spitzenforschung ohne gute Lehrer in den Schulen gräbt sich selbst das Wasser ab. Denn wo sollen die Talente herkommen, wo sollen sie für die Forschung begeistert werden, wenn nicht an der „Basis“ in Schulen, die früh Lust auf Erkenntnis wecken!

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich noch ein Wort zur Rolle des Bundes für die Wissenschaft in Berlin sagen. Fest steht: Das Engagement des Bundes hat Berlin enorm vorangebracht.

Das gilt für den Hochschulpakt, der nach meiner Überzeugung ein Erfolgsmodell ist. Gut, dass es bundesweit Anstrengungen gibt, im Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern der steigenden Zahl an Studierenden gerecht zu werden!

Ohne den Bund geht es nicht mehr und wir brauchen auch nach dem Auslaufen des Hochschulpaktes eine Verabredung, wie sich der Bund an der Hochschulfinanzierung beteiligt. Vielleicht kommt ja zum Beispiel doch die alte Idee zum Tragen, dass der Bund Kosten für ausländische Studierende übernimmt.

Ein erfolgreiches Modell, in dem beides lebt – der Bildungsföderalismus und die Mitverantwortung des Bundes –, ist auch die Exzellenzinitiative. Und daher sage ich an dieser Stelle: Ich bin mir sicher, dass Berlin wieder mit hervorragenden Anträgen dabei sein wird. Und der Senat wird, wenn der neue Haushalt in Kraft ist, Vorbereitungsmittel außerhalb der Hochschulverträge zur Verfügung stellen.

Die Exzellenzinitiative hat der Wissenschaft in Deutschland nachhaltige Impulse gegeben. Da ist viel in Bewegung gekommen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft ein solches Instrument der Exzellenzförderung brauchen. Wir brauchen einen Exzellenzpakt, der grundsätzlich auf Dauer ausgelegt sein muss.

Wie auch immer sich die Imboden-Kommission äußert und – nach vielen Debatten – das Konzept einer neuen Exzellenzinitiative aussehen wird:
Ein Gewinn wäre es, wenn es eine Förderlinie gäbe, die es möglich macht, nicht als einzelne Hochschule ins Rennen zu gehen, sondern sich auch gemeinsam als Wissenschaftsstandort zu bewerben. Angesichts unserer enormen Vielfalt an hochkarätigen Einrichtungen würde dies Berlin stärken. Und es wäre ein Gewinn für die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Bundesrepublik im Bereich der Wissenschaft.

Meine Damen und Herrn, da könnten Sie, die Wissenschaft, unter Beweis stellen, dass es auch Ihnen mit meiner vorhin angesprochenen neuen Qualität der Kooperation ernst ist. Ein zusätzlicher Schritt zur IKT-Hauptstadt wäre so zum Beispiel möglich.

Meine Damen und Herren, Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hat Berlin goldene Jahrzehnte vorausgesagt. Es spricht viel dafür, dass die Wissenschaft dazu ganz wesentlich beiträgt.

Ich sage Ihnen zu, politisch alle Hebel in Bewegung zu setzen, um auch in Zukunft günstige Rahmenbedingungen für die Wissenschaft in Berlin zu schaffen.
Und ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die Potenziale für eine gute Zusammenarbeit noch besser zu nutzen und so die Stellung Berlins als Top-Wissenschaftsmetropole auszubauen – mit all den Effekten, die wir uns für eine gute Entwicklung unserer Stadt wünschen.

In diesem Sinne, meine Damen und Herren, freue ich mich, Ihnen jetzt das zu sagen, worauf Sie schon seit dem Beginn dieser Veranstaltung warten:

Wer erhält den Berliner Wissenschaftspreis 2015?

Es sind: Prof. Dr. Peter Hegemann (Leiter der Experimentellen Biophysik am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin).

Der Nachwuchspreis geht an die Politikwissenschaftlerin Dr. Tine Hanrieder (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin).

Der Hauptpreisträger wird Ihnen in dem nachfolgenden Filmbeitrag vorgestellt. Nach der Übergabe des Preises an den Hauptpreisträger wird Ihnen die Trägerin des Nachwuchspreises vorgestellt.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!”