Freier Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen: Senat beschließt Open-Access-Strategie

Pressemitteilung vom 13.10.2015

Aus der Sitzung des Senats am 13. Oktober 2015:

Berlin will den freien Zugang zu digitalen Wissensressourcen deutlich ausbauen. Aus diesem Grund hat der Senat heute auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, eine Open-Access-Strategie beschlossen. „Berlin hat eine große Dichte an öffentlich finanzierten Hochschulen, außeruniversitärer Forschung und kulturellen Einrichtungen. Die Ergebnisse, die diese Institutionen generieren, sollen viel mehr als bisher für alle Bürgerinnen und Bürger im Internet frei zugänglich sein“, so Scheeres.

In dem Strategiepapier werden konkrete Ziele und Maßnahmen formuliert, die eine umfassende Open-Access-Kultur für die öffentlich finanzierten Wissenschafts- und Kulturbereiche in Berlin schaffen sollen. Zudem werden die technischen und strukturellen Voraussetzungen genannt. Für die Erarbeitung der Strategie wurde auch eine Arbeitsgruppe unter der fachlichen Leitung von Prof. Martin Grötschel, Präsident des Konrad- Zuse-Instituts und designierter Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, eingesetzt.

Scheeres betont: „Die Vorteile eines offenen Zugangs zu Wissensressourcen sind deutlich: Wenn Publikationen, Daten und Quellen des kulturellen Erbes schnell und einfach verfügbar sind, erhalten Forschung und Entwicklung starke Impulse. Wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten sich schneller und können besser genutzt werden. Berlins exzellente Forschung wird noch sichtbarer. Durch die digitale Veröffentlichung von Wissen profiliert sich die Berliner Wissenschaftslandschaft nachhaltig und bereitet einen Nährboden für Start-ups und Kreative.“

Berlin schließt sich damit entsprechenden nationalen und internationalen Initiativen an. Das Land möchte mit seiner Open-Access-Strategie auch erreichen, dass die für Bildung, Wissenschaft und Kultur aufgewendeten Steuermittel die Wettbewerbsfähigkeit Berlins nachhaltig sichern und größtmöglichen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft erzielen.

Die zuständigen Senatsverwaltungen werden nun gemeinsam mit den Einrichtungen in Wissenschaft, Forschung und Kultur zügig die Umsetzung der Strategie angehen. Zu den ersten Maßnahmen gehören die Einrichtung eines Open-Access-Büros sowie die Formulierung von Open-Access-Strategien für die einzelnen Einrichtungen.