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Patenschaft: Müller überreicht in Bremen Berliner Gedenkmünze für neuen Seenotrettungskreuzer „Berlin“

Pressemitteilung vom 08.10.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, überreicht am Freitag, 9. Oktober 2015, um 13.30 Uhr in der Zentrale der Seenotretter (Wort-Bild-Termin; Werderstraße 2, 28199 Bremen) eine Berliner Gedenkmünze für die Kiellegung des neuen Seenotrettungskreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Übergabe findet im Anschluss an die im Bremer Rathaus tagende Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder statt. Entgegennehmen wird die Münze der Vormann des Seenotrettungskreuzers „Berlin“, Michael Müller.

Der Regierende Bürgermeister: „Unser kleineres Berliner Patenschiff, der Seenotrettungskreuzer mit Namen ‚Berlin‘, ist ebenso wie der Einsatzgruppenversorger ‚Berlin‘ ein Botschafter unserer Stadt auf See. Viele Menschen verdanken diesem Schiff ihr Leben. Der Besatzung und ihrem Vormann gebührt Dank für ihre schwere Aufgabe, die viel Mut und Geschick erfordert. Ich freue mich, dass die deutsche Hauptstadt mit der Berlin-Münze, die in den neuen Rettungskreuzers eingeschweißt wird, ihre patenschaftliche Verbundenheit und ihren Respekt vor der Arbeit und für das bürgerschaftliche Engagement aller in der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zum Ausdruck bringen kann.“

Das Einschweißen einer Münze in ein neu zu bauendes Schiff entspricht der Grundsteinlegung beim Hausbau. Sie soll vor allem der Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen. Die Berlin-Münze ist geprägt von der Staatlichen Münze Berlin und zeigt das be-Berlin-Logo sowie die Aufschriften „Verliehen vom Regierenden Bürgermeister“ und „Offiziell ausgezeichneter Botschafter der Stadt Berlin“.

Der derzeitige Seenotrettungskreuzer „Berlin“ wurde in Bremen-Vegesack gebaut, 1985 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten, ehemaligen Regierenden Bürgermeisters und damaligen DGzRS-Schirmherren Richard von Weizsäcker in Dienst gestellt und ist in Laboe stationiert. Das Tochterboot heißt „Steppke“. Die DGzRS legt das Nachfolgeschiff derzeit auf Kiel. Die Ablieferung ist für den Jahreswechsel 2016/2017 vorgesehen.

Die Seenotretter verfügen über 60 Rettungsfahrzeuge an 54 Stationen und sind die deutsche Seenotrettungsorganisation, die bei Seenotfällen den Such- und Rettungsdienst wahrnimmt. Die DGzRS ist eine nichtstaatliche gemeinnützige Einrichtung, die ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz hat die Organisation bereits allen Regierungschefinnen und -chefs ein Sammelschiffchen mit dem jeweiligen Landeswappen überreicht.

Die Seenotretter arbeiten nach dem Prinzip der Freiwilligkeit, sind teils fest angestellt, aber überwiegend ehrenamtlich tätig. Im Jahr 2014 wurden 55 Menschen auf Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet, 713 aus drohender Gefahr befreit, 438-mal erkrankte oder verletzte Menschen ans Festland transportiert und 64 Schiffe bzw. Boote vor Totalverlust bewahrt (Homepage der DGzRS: http://www.seenotretter.de).