Ukraine

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Müller dankt Patenschiff EGV BERLIN für Flüchtlingshilfe

Pressemitteilung vom 28.05.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Anfang März 2015 verließ das Patenschiff des Landes Berlin, der Einsatzgruppenversorger (EGV) BERLIN der Deutschen Marine, seinen Heimatstützpunkt Wilhelmshaven, um zunächst an der internationalen ATALANTA-Operation (Piratenjagd) am Horn von Afrika teilzunehmen und später – angesichts des Flüchtlingsdramas im Mittelmeer – einem neuen Einsatzbefehl zur Teilnahme an der internationalen „Seenotrettungsaktion im Mittelmeer“ zu folgen.

Anfang Mai, nach kurzem Ausrüstungsstopp auf Kreta, traf das Schiff in seinem neuen Einsatzgebiet ein. Kurz darauf wurden durch die Besatzung 180 Flüchtlinge in internationalen Gewässern vor der Küste Libyens aus zwei seeuntüchtigen Schlauchbooten gerettet, an Bord genommen, versorgt, soweit notwendig medizinisch betreut und den italienischen Behörden übergeben.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat an den Kommandanten, Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm, und an die Besatzung des Schiffes einen Brief gerichtet, in dem es u.a. heißt:

„Schon mehrfach haben sich Schiff und Besatzung bei internationalen humanitären Einsätzen bewährt und ihre große Leistungsfähigkeit bewiesen, so auch nach dem großen Tsunami 2005 vor Banda Aceh. Bereits in den ersten Tagen des jetzigen, neuen Einsatzes haben Sie mit der Rettung von 180 Menschen aus Seenot erneut seemännisches Können und Ihre Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt. Auch die menschliche Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge an Bord findet die Wertschätzung Ihrer Patenstadt.

Die Menschen in Berlin sind betroffen über das Leid, das so viele Menschen veranlasst, ihre Heimat zu verlassen und sich den lebensbedrohenden Gefahren einer Flucht auf dem Seewege auszusetzen. Wir begrüßen es daher sehr, dass Sie erneut angetreten sind, Menschenleben zu retten. Sie alle dürfen versichert sein, dass wir in Berlin auch bei dieser Mission fest an Ihrer Seite stehen. In Berlin gibt es eine beeindruckende Welle der Solidarität. Auch die Charité Berlin hat sich auf meinen persönlichen Wunsch hin sofort dazu bereit erklärt, bei Bedarf für medizinisch besonders schwerwiegende Fälle Versorgungsmaßnahmen einzurichten.

Im Namen Berlins wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Erfüllung Ihres Auftrages und am Ende dieses Einsatzes eine glückliche und gesunde Heimkehr in die Heimat. Wir in Berlin freuen uns auf ein Wiedersehen.“

Das Schiff wird am 19. Juni 2015 zurück in Wilhelmshaven erwartet.