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Kein Bettenabbau an der Charité – Universitätsklinikum behält über 3.000 Betten

Pressemitteilung vom 31.03.2015

Aus der Sitzung des Senats am 31. März 2015:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, neue Festlegungen zu den Bettenkapazitäten sowie zum künftigen Versorgungsangebot der Charité getroffen. Damit wird auch Planungssicherheit für das Universitätsklinikum und seine Beschäftigten geschaffen.

Die Gesamtzahl der voll- und teilstationären Betten an den drei bettenführenden Standorten Mitte, Wedding und Steglitz wurde auf 3.016 (bisher 3.011) festgelegt, inklusive 15 tagesklinischen Plätzen für das Behandlungszentrum für Folteropfer in Moabit. Die Festlegung der voll- und teilstationären Betten berücksichtigt den gestiegenen Versorgungsbedarf in Berlin als wachsende Stadt.

Bei den fachabteilungs- und standortbezogenen Versorgungsangeboten haben sich einige wesentliche Änderungen ergeben, die im Krankenhausplan 2016 – 2020 abgebildet werden. So wird zum Beispiel in der Charité am Campus Benjamin Franklin erstmals eine Fachabteilung für Geriatrie mit 45 Betten etabliert. Hierdurch verbessern sich die Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium in diesem Versorgungsbereich, dem durch den demografischen Wandel eine wachsende Bedeutung zukommt, erheblich. Im Bereich der Herzmedizin greift die Bettenzielstruktur die geplante komplementäre Kooperation zwischen der Kardiologie bei der Charité und der Herzchirurgie beim Deutschen Herzzentrum Berlin am Campus Virchow Klinikum auf.

Wissenschaftssenatorin Scheeres: „Die erfolgte Einigung zu den Bettenkapazitäten schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Charité auch künftig einen adäquaten Beitrag für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung leisten und ihren seit einigen Jahren eingeleiteten Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung erfolgreich fortsetzen kann. Zudem kann die Charité damit ihre gesetzlich vorgegebenen Kapazitäten an Medizinstudienplätzen vorhalten. Gute Rahmenbedingungen für Forschungsvorhaben sind durch Beibehaltung der Bettenzahl gegeben. Die Zukunftsfähigkeit aller drei bettenführenden Standorte ist durch die geplante Bettenaufteilung und Profilbildung gesichert. Der heutige Senatsbeschluss bedeutet auch eine Stärkung des Gesundheits-, Wissenschafts- und Innovationsstandortes Berlin.“

Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja: „Den neuen Berliner Krankenhausplan werden wir wie geplant im Sommer im Senat vorlegen. Die Festlegung der Bettenkapazitäten für die Charité war zu diesem Zeitpunkt erforderlich, um dem Universitätsklinikum bei seinen aktuellen Umstrukturierungs- und Neuausrichtungsprozessen eine Planungssicherheit geben zu können.“