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Wowereit fordert Zivilcourage gegen Antisemitismus und Judenhass - Regierender Bürgermeister spricht am Sonntag bei Kundgebung am Brandenburger Tor

Pressemitteilung vom 12.09.2014

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, hat ein konsequentes Eintreten gegen Antisemitismus und Judenhass gefordert. Wowereit wird am Sonntag neben der Kanzlerin und den Vertretern der großen Religionen bei der zentralen Kundgebung „Steh auf! Nie wieder Judenhass“ am Brandenburger Tor sprechen.

Der Regierende Bürgermeister sagte vorab: „Wir dürfen nicht weghören, wenn Hass-Parolen ertönen, und nicht wegsehen, wenn Bürgerinnen und Bürger bespuckt, beleidigt und geschlagen oder Gebetsorte angegriffen werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich bei den Tätern um Ewiggestrige handelt oder um Menschen, die aktuelle Themen wie den Nahostkonflikt als Motiv vorschieben. Kritik und Auseinandersetzung sind in der Demokratie immer möglich. Wer aber andere ausgrenzt, gegen sie hetzt oder gar Gewalt anwendet, trifft auf den entschlossenen Widerstand aller Demokraten. Das wird bei der Kundgebung am Sonntag deutlich werden.“

Vor einigen Wochen hatte es einen Anschlag auf eine Synagoge in Wuppertal gegeben. Außerdem waren im Zuge des Nahost-Konflikts bei Demonstrationen gegen die Politik Israels mehrfach judenfeindliche Äußerungen verbreitet worden. Zu der Kundgebung am Sonntag, 15 Uhr, werden unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Präsident des World Jewish Congress, Ronald S. Lauder, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, erwartet.