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Kinder mit und ohne Behinderung lernen immer öfter gemeinsam

Pressemitteilung vom 14.05.2013

Aus der Sitzung des Senats am 14. Mai 2013:

In Berlin gehen immer mehr Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in allgemein bildende Schulen. Inzwischen liegt die Quote der integrativ beschulten Kinder und Jugendlichen, die Förderbedarf haben, bei 52,3 %. Dabei ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der Gesamtschülerzahl in den letzten vier Schuljahren mit etwa 7,6 % stabil geblieben. Diese positive Entwicklung geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, beschlossen hat.

Damit liegt Berlin in der integrativen Beschulung bundesweit an dritter Stelle. Die Integrationsquote im Bundesdurchschnitt beträgt rd. 25 %. Auffällig ist in Berlin weiterhin die ungleiche Verteilung zwischen den Bezirken, die im Schuljahr 2012/13 bei Förderquoten von 3,89 % (Steglitz-Zehlendorf) bis 10,39 % (Lichtenberg) liegen. Bei der Integrationsquote liegt die Streuung zwischen 39,82 % in Neukölln und 73,08 % in Spandau.

Die Zahl der Lehrerstellen für die sonderpädagogische Förderung liegt bei insgesamt 3.129. Davon befanden sich im Schuljahr 2010/11 1.284 Stellen in der sonderpädagogischen Integration. Im Schuljahr 2012/13 stehen bedarfsgerecht rund 395 Stellen für Facherzieherinnen und Facherzieher für Integration zur Verfügung, die in der ergänzenden Förderung und Betreuung in den öffentlichen Grundschulen eingesetzt werden.

Der Bericht weist auch darauf hin, dass die Zahl der an den Schulen tätigen Lehrkräfte mit einer sonderpädagogischen Ausbildung noch nicht ausreichend ist. Die Senatsbildungsverwaltung sorgt aber durch ihre Einstellungspolitik dafür, dass möglichst alle geeigneten Bewerberinnen und Bewerber mit einer entsprechenden Qualifizierung auch eingestellt werden. Berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen sind ein weiterer Weg, die Anzahl der Lehrkräfte mit sonderpädagogischer Qualifikation zu erhöhen. Die Expertenkommission Lehrerbildung unter Leitung von Prof. Dr. Baumert hat dezidierte Vorschläge unterbreitet, wie auch zukünftige Lehrkräfte, die kein Studium in zwei sonderpädagogischen Förderschwerpunkten absolvieren wollen, ein großes Maß an sonderpädagogischer Qualifikation erhalten können, um auf eine inklusive Schule gut vorbereitet zu sein.

Die derzeitige Situation an den Berliner Schulen im Rahmen der Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen stellt eine gute Grundlage für ein inklusives Schulsystem im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention dar.

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